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Practisches Mineralsystem / entworfen von Rudolf Augustin Vogel
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Flüchtige Salze.

z) Mischt sich der Arsenic fast unter alle Erze, beson-dere aber unter Bley- und Silbererze, Zinnzwitter, Ku-pfernickcl, Kupfer- und Eisenkiese, Wißmuth, und eini-ge jinkische Blenden: bey deren sämmtlichen Erzeugunger daö vornehmste Werkzeug mit zu seyn scheint. Derreine Zinnzwitter oder Zinngraupen, und da6 Rothgül-denerz können vornehmlich für eigentliche Arsenicalerzepaßiren, da jenes über ein Viertel, ja ein Drittel, unddieses fast die Hälfte Arsenic hält.

4) Ist er auch zufälliger Weise unter verschiedene Er-den gemischt, und zeigt sich zuweilen in Bergletten, Mer-gelerden , Bestegnüßcn, u. s. f. Ja alle Holzkohlen sindarsen italisch.

§- Zy-

Vermischte Anmerkungen über den Arsenic.

Ich habe noch verschiedenes von dem Arsenic zu sagen,welches theils die Natur desselben erheitert, theils die Zube-reitung desselben zum Commcrciengebrauche betrifft.

1) Ob ich wohl den Arsenic für ein metallisches Salzausgegeben habe; so muß man doch noch wissen, daß eraußer diesen beyden Bestandtheilen auch noch eine eigeneuninetalli'che und schwere Erde bey sich führet.

2) Eine besondere Eigenschaft desselben ist, daß er dasKupfer weiß, und die Gläser hell machet.

z) Er macht die Metalle spröde und zerbrechlich: dasSilber und Kupfer volatilisirt er: Bley und Zinn härteter: das Zinn calcinirt er zur Asche. Wenn man aberdemselben im Flusse nur etwas weniges zusetzet, so wird dasZinn davon gehärtet und weißer.

4) Die Flüßigkeit der Metalle im Schmelzen wirdinsgemein vom Arsenic befördert.

5) Der Arsenic raubet im Rösten die Kupfer; unddieß wird besonders bey solchen Kupfererzen bemerket, diesehr arsenicalisch sind, gleichwie die Neusohlischen in Un-garn , bey deren Ausschmelzung daher im Anfange dasFeuer vorsichtig dirigirt wird, damit der Arsenic nicht auf

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