Halbmetalle. ' zn
Pfanne laufen. Nachdem nun die Hafen ausgeschöpfet,wird ein frisches Gemenge eingelegt, und damit so langefortgefahren, als man es nöthig findet, oder die Häfenhalten.
Nun folgen die Arbeiten zur Aufbereitung der Farbeund der Eschel. Das Glas wird aus dem Fasse, darinnees abgekühlet worden, in das Pochwerk, und von da aufdie Mühle gebracht. Auf dem Pochwerke wird cS durcheinen Durchwurf gepocht, daß es kaum die Größe einer Linsebehält, und auf der Mühle wird solches sodann mit aufge-gossenem Wasser zwischen zwey Mahlsteinen in einem ver-schlossenen Behälter (Mahlsaß) klar gemahlen. DaSMahlfaß ist mit einem Zapfen versehen, wodurch die Far-be abgezapfet, und frisches Glas und Wasser wieder aufge-geben werden kann. Das abgezapfte wird in ein großesWaschfaß durch ein Sieb gegossen. Hierinne steht es solange, bis sich die Farbe, als das schwerste, gesetzet hat.Das darüber stehende Wasser wird hierauf abgeschöpft undin ein ander Faß gefüllet, da sich denn das zärlcre sehet.Aus demselben wird das Wasser ferner in ein ander Faß ab-gegossen, bis sich alles, auch die zarteste Eschel, gesctzet hat.Eschel ist das allerzarceste und blässeste an Farbe, was sichnach dem Vermahlen und Verwaschen der Farbe in den letz-ten Fässern setzet.
Die Farbe, welche sich in den ersten Fässern geseßet,nachdem alles Wasser davon weg ist, wird mit kleinen Hand.beilchen herausgehauen, in kleine Stücken als Nüsse zer-schlagen, und in ein anderes Waschfaß mit Wasser getragenund unaufhörlich gerühret, bis alles zergangen. Wenn die-ses geschehen, wird alles wieder ausgeschöpfet, durch einHaarsieb in ein ander Faß gegossen, wo es sich wieder se.ßen muß. Was sich in ein paar Stunden nicht gesctzethat, wird in ein ander Waschfaß gegossen, und nachdem eswieder etliche Stunden gestanden, das lautere davon in eindrittes geschöpfet, und so fortgefahren, bis sich alles nachund nach geseßet hat. Das lautere Wasser wird endlich in
Sümpfe,