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Erster Band.
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noch übrig, unter den um die Sonne in eigenen Bahnenkreisenden und von ihr erleuchteten Weltkörpcrn die unge-zählte Schaar der Comcten zu nennen. Wenn man einegleichmäßige Bertheilung ihrer Bahnen, die Grenze ihrerPerihelien (Sonnennähen), und die Möglichkeit ihresUnfichtbarblcibenS für die Erdbewohner nach den Regelnder WahrscheinlichkeitS -Rechnung abwägt, so findet maneine Zahl von Myriaden, über welche die Einbildungs-kraft erstaunt. Schon Kcpler sagte mit der ihm eigenenLebendigkeit des Ausdrucks: es gebe iu deu Welträumenmehr Cometcn, als Fische in den Tiefen des OeeanS.Indeß find der berechneten Bahnen kaum noch 150, wenndie Zahl der Cometen, über bereit Erscheinung und Laufdurch bekannte Sternbilder man mehr oder minder roheAndeutungen hat, auf sechs- oder siebenhundert geschätztwerden kann. Während die sogenannten classischen Völkerdes OccidentS, Griechen und Römer, wohl bisweilen den Ortangeben, wo ein Comet zuerst am Himmel gesehen ward, nieetwas über seine scheinbare Bahn, so bietet die reiche Lit-teratur der naturbeobachtenden, alles aufzeichnenden Chinesenumständliche Notizen über die Sternbilder dar, welche jeglicherEomet durchlief. Solche Notizen reichen bis mehr denn fünfJahrhunderte vor der christlichen Zeitrechnung hinaus, undviele derselben werden noch heute''von den Astronomen benutzt.

Bon allen planctarischen Wcltkörpern erfüllen dieCometen, bei der kleinsten Masse (nach einzelnen bis-herigen Erfahrungen wahrscheinlich weit unter derErdmasse), mit ihren oft viele Millionen Meilen langenund weit ausgebreiteten Schweifen den größten Raum.Der lichlreftectirende Dunstkegel, den sie ausstrahlen, ist