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Alterthum so berühmte, schon in der Parischen Marmor-Chronik bezeichnete Meteorstein von AegoS Potamoi (ge-fallen fast in dem Geburtsjahre des Sokrates) wird sogarals von der Größe zweier Mühlsteine und dem Gewichteiner vollen Wagenlast beschrieben. Trotz der vergeblichangewandten Bemühungen des afrikanischen ReisendenBrowne, habe ich nicht die Hoffnung aufgegeben, mauwerde einst diese, so schwer zerstörbare thracische Meteor-masse in einer den Europäern jetzt sehr zugänglichen Gegend«nach 2312 Jahren) wieder auffinden. Der im Anfangdes lOtcn Jahrhunderts in den Fluß bei Rarni gefalleneungeheure Aörolith ragte, wie ein von Pertz aufgefundenesDocument bezeugt, eine volle Elle hoch über dem Wasserhervor. Auch ist zu bemerken, daß alle diese Massen alterund neuer Zeit doch eigentlich nur als Hauprfragmcntcvon dem zu betrachten find, was in der Feuerkugel oderin dem dunkeln Gewölk durch Erplosivn zertrümmert wor-den ist. Wenn man die mathematisch erwiesene ungeheureGeschwindigkeit erwägt, mit der die Meteorsteine von denäußersten Grenzen der Atmosphäre biS zur Erde gelangen,oder als Feuerkugeln auf längerem Wege durch die Atmo-sphäre und deren dichtere Schichten Hinstreichen; so wirdes mir mehr als unwahrscheinlich, daß erst in diesem kur-zen Zeiträume die metallhaltige Steinmasse mit ihren ein-gesprengten vollkommen ausgebildeten Krystallen von Olivin,Labrador und Pyroren sollte auö dem dunstförmigen Zu-stande zu einem festen Kerne zusammengeronnen sein.
WaS herabfällt, hat übrigens, selbst dann, wenn dieinnere Zusammensetzung chemisch noch verschieden ist, fastimmer den eigentbümlicheu Charakter eines Fragments, oft