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Erster Band.
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ftnh't »mit die Hypothese deö selenitischcn Ursprunges 5,1der Meteorsteine von einer Mehrzahl von Bedingungenabhängig, deren zufälliges Zusammentreffen allein das blos;Mögliche als ein Wirkliches gestalten kann. Einfacherund anderen Vermuthungen über die Bildung deö Sonnen-systems analoger scheint die Annahme eines ursprünglichenDaseins kleiner planctarischer Massen im Welträume.

Es ist sehr wahrscheinlich, daß ein großer Theil dieserkosmischen Körper die Nähe unseres Dunstkreises unzcrstörtdurchstreichen, um ihre durch Anziehung der Erdmassc nur inder Erccntricität veränderte Bahn um die Sonne fortzusetzen.Man kann glauben, daß dieselben uns nach mehreren Umläu-fen und vielen Jahren erst wieder sichtbar werden. Die soge-nannten auswärts steigenden Sternschnuppen und Feuer-kugeln, die Chladni nicht glücklich durch Reflexion starkzusammengepreßter Luft zu erklären suchte, erschienen auf denersten Anblick die Folge einer räthselhasten, die Körper vonder Erde entfernenden Wurfgeschwindigkeil; aber Bessel hattheoretisch erwiesen und durch Feldt'ö sorgfältige Rechnun-gen bestätigt gefunden, daß bei dem Mangel an vollkom-mener Gleichzeitigkeit des beobachteten Vcrschwindens unterden veröffentlichten Beobachtungen keine vorkomme, welcheder Annahme des Aufsteigens eine Wahrscheinlichkeit gäbe,und erlaubte, sie als ein Resultat der Beobachtungen anzu-sehcn'". Ob, wie Olbers glaubt, das Zerspringen vonSternschnuppen und rauchend flammenden, nicht immergeradlinig bewegten Feuerkugeln die Meteore nach Rakelcn-art in die Höhe treiben und ob es in gewissen Fällen aufsdie Richtung ihrer Bahn einwirken könne, muß der Gegen-stand neuer Beobachtungen werden.