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zwar nicht bloß in bor dünnen und trockenen Atmosphäreder AndeS-Gipfel auf zwölf- oder vierzchntauscnd FußHöhe, sondern auch in den grenzenlosen Grasflurcn (Lla-nos> von Venezuela, wie am MeereSufcr, unter dem ewigheiteren Himmel von Cumana, bisweilen intensiv leuchten-der als die Milchstraße im Schützen gesehn. Von einer ganzbesondern Schönheit war die Erscheinung, wenn kleinesduftiges Gewölk sich auf dem Zodiaeallichte projieirte undsich malerisch abhob von dem erleuchteten Hintergründe.Eine Stelle meines Tagebuches auf der Schifffahrt von Lima nach der westlichen Küste von Merieo gedenkt dieses Luftbildes.„Seit 3 oder 4 Nächten (zwischen 10° nnd 14" nördlicherBreite) sehe ich das Zodiaeallicht in einer Pracht, wieeS mir nie noch erschienen ist. In diesem Theile der Süd-see ist, auch nach dem Glänze der Gestirne und Nebel-flecke zu urtheilen, die Durchsichtigkeit der Atmosphärewundervoll groß. Vom 14 bis 19 März war sehr regel-mäßig Stunden, nachdem die Sonnenscheibe sich in daSMeer getaucht hatte, keine Spur vom Thierkreislichte zusehen, obgleich es völlig finster war. Eine Stunde nachSonnenuntergang wurde eS auf einmal sichtbar, ingroßer Pracht zwischen Aldebarau und den Plesaden am18 März 39° 5' Höhe erreichend. Schmale langgedehnteWolken erscheinen zerstreuet in lieblichem Blau, tief amHorizont, wie vor einem gelben Teppich. Die oberen spie-len von Zeit zu Zeit in bunten Farben. Man glaubt, essei ein zweiter Untergang der Sonne. Gegen diese Seitedes Himmelsgewölbes hin scheint uns dann die Helligkeitder Nacht zuzunehmen, fast wie im ersten Viertel desMondes. Gegen 10 Uhr war daS Zodiaeallicht hier in