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fcö Horizonts verbarg, und der selbst der Lage und Er-scbcinung nacb viel ähnliches »üt dem großen Eomctcnvon 1848 harre. Mir nicht geringer Wahrscheinlichkeitkann man vermuthe», daß das merkwürdige von derErde pyramidal aufsteigende Licht, welches man auf derHochebene von Merico 1509, vierzig Nachte lang, amöstlichen Himmel beobachtete und dessen Erwähnung ich ineinem alt-aztekischen Manuscripte der königl. PariserBibliothek, im Codex Telieriano-Remensis M , aufgefunden,das ThicrkreiSlicht war.
Die in Europa von Childrey und DomirricuS Eassinientdeckte und doch wohl uralte Erscheinung ist nicht dieleuchtende Sonnen-Atmosphäre selbst, da diese nach mecha-nischen Gesetzen nicht abgeplatteter als im Verhältniß von2:3, und demnach nicht ausgedehnter alS bis'/.o der Mer-kurSweite sein könnte. Eben diese Gesetze bestimmen, daßbei einem rotirendeu Weltkörpcr, über seinem Aeguator, dieHöhe der äußersten Grenze der Atmosphäre, der Punktnämlich, wo Schwere und Schwungkraft im Gleichgewichtsind, nur die ist, in welcher ein Satellit gleichzeitig mitder Achsendrehung deS Wcltkörpcrs um diesen laufen würdetEine solche Beschränktheit der Sonnen-Atmosphäre inihrem jetzigen concentrirten Zustande wird besonders auf-fallend, wenn man den Centralkörper unsers Systems mitdem Kern anderer Nebelsternc vergleicht. Hcrschel hatmehrere aufgefunden, in denen der Halbmesser des Nebels,welcher den Stern umgiebt, unter einem Winkel von 150"erscheint. Bei der Annahme einer Parallare, die nichtganz 1" erreicht, findet man die äußerste Nebclschicht einessolchen Sternes 150mal weiter von seinem Centrum
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