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Luftschicht bort unbewegt und »»erneuert auf der Ober-fläche des Meeres ruhet.
Die Oberfläche aller mit einander zusammenhangendenMeere muß im allgemeinen hinsichtlich ihrer mittlerenHöhe als vollkommen in Niveau stehend betrachtet werden.Oertliche Ursachen (wahrscheinlich herrschende Winde undStrömungen) haben aber in einzelnen tiefeingcschnittenenBusen, z. B. im rothen Meere, permanente, wenn gleichgeringe Verschiedenheiten des Niveau'ö hervorgebracht. Ander Landenge von Suez betragt der höhere Stand der Wasserüber denen des Mittelmecrs zu verschiedener Tagesstunde24 und 30 Fuß. Die Form des Canals (Bab-el-Mandeb ),durch welchen die indischen Wasser leichter ein- als aus-strömen können, scheint zu dieser merkwürdigen permanenten,schon im Alterthum bekannten Erhöhung der Oberflächedes rothen Meeres mit beizutragen. 33 Die vortrefflichengeodätischen Operationen von Coraboeuf und Delcros zeigenlängs der Kette der Pyrenäen wie zwischen den Küstenvon Nord-Holland und Marseille keine bemerkbare Ver-schiedenheit der GleichgewichtS-Oberflächen des Oceans unddes Mittelmecrs. 3 ’ !
Störungen des Gleichgewichts und die dadurch erregteBewegung der Wasser sind: theils unregelmäßig und vorüber-gehend vom Winde abhängig, und Wellen erzeugend, die fernvon den Küsten im offenen Meere, im Sturm, über 35 FußHöhe ansteigen; theils regelmäßig und periodisch durch dieStellung und Anziehung der Sonne und des Monds bewirkt(Ebbe und Fluth); theils permanent, doch in ungleicherStärke, als pelagische Strömung. Die Erscheinungen derEbbe und Fluth, über alle Meere verbreitet (außer den