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In der fast gleichen nördlichen Breite (30°% biö 31°),am Himalaya liegt die Schneegrenze am südlichen Abhängeohngefähr in der Höhe (2030 Toisen oder 12180 Fuß), inwelcher man sie nach mehrfachen Combinationen und Ver-gleichungen mit andern Bergketten vermuthen konnte; amnördlichen Abhänge aber, unter der Einwirkung deö Hoch-landes von Tübet, dessen mittlere Erhebung an 1800 Toisen(10800 Fuß) zu sein scheint, liegt die Schneegrenze 2600 Toi-sen (15600 Fuß) hoch. Diese, in Europa und Indien oftbestrittene Erscheinung, über deren Ursachen ich seit demJahre 1820 meine Ansichten in mehreren Schriften ent-wickelt habe ", gewährt mehr als ein bloß physikalischesInteresse; sie hat einen wichtigen Einfluß auf daö Lebenzahlreicher Volksstämme ausgeübt. Meteorologische Processedes Luftkrcises gestatten und entziehen dem Ackerbau oderdem Hirtenleben weite Erdstriche eines ContinentS.
Da mit der Temperatur die Dampfmenge des Luft-kreises zunimmt, so ist dieses, für die ganze organischeSchöpfung so wichtige Element nach Stunden deö Tages,nach den Jahreszeiten, Breitengraden und Höhen verschie-den. Daö neuerlichst so allgemein verbreitete Verfahren,durch 'Anwendung von August's Psychrometer, nach Dal-ton's und Daniell'S Ideen, vermittelst deö Unterschiedes desThaupunkts und der Luftwärme die relative Dampf-menge oder den Feuchtigkeitszustand der Atmosphäre zu be-stimmen, hat unsere Kenntniß der hygrometrischen Verhält-nisse der Erdoberfläche ansehnlich vermehrt. Temperatur,Luftdruck und Windrichtung stehen im innigsten Zusammen-hange mit der belebenden Feuchtigkeit der Luftschichten.Diese Belebung ist aber nicht sowohl Folge der unter