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der Regenzeit viele Tage im voraus sich durch das zitterndeLicht der Gestirne in großer Hohe über dem Horizont ver-kündigt. Wetterleuchten, einzelne Blitze am fernen Horizontohne sichtbares Gewölk oder in schmalen, senkrecht aufstei-genden Wolkensäulen sind dann begleitende Erscheinungen.Ich habe diese charakteristischen Vorgänge, die physiogno-mischen Veränderungen der Himmclsluft in mehreren meinerSchriften zu schildern versucht. 46
Ueber die Geschwindigkeit des Lichtes, über dieWahrscheinlichkeit, daß dasselbe eine gewisse Zeit zu seinerFortpflanzung brauche, findet sich die älteste Ansicht beiBacon von Verulam in dem zweiten Buche des NovumOrgan um. Er spricht von der Zeit, deren ein Lichtstrahlbedarf, die ungeheure Strecke des Weltraums zu durch-laufen; er wirft schon die Frage auf, ob die Sterne nochvorhanden sind, die wir gleichzeitig funkeln sehen. 4 ' Manerstaunt diese glückliche Ahndung in einem Werke zu finden,dessen geistreicher Verfasser in mathematischem, astronomi-schem und physikalischem Wissen tief unter dem seiner Zeit-genossen stand. Gemessen wurden die Geschwindigkeitdes reflectirtcn Sonnenlichtes durch Römer (November1675) mittelst der Vergleichung von Verfinsterungs-Epochcnder Jupiterstrabanten; die Geschwindigkeit deö dircctenLichtes der Fixsterne mittelst Bradlcy'ö großer Entdeckungder Aberration (Herbst 1727), des sinnlichen Beweisesvon der translatorischen Bewegung der Erde, d. i. von derWahrheit des copernicanischen Systemes. In der neuestenZeit ist eine dritte Methode der Messung durch Arago vor-geschlagen worden, die der Lichterscheinungen eines veränder-lichen Sternes, z. B. des Algol im PerseuS. 48 Zu diesen