Band 
Dritter Band.
Seite
91
JPEG-Download
 

91

astronomischen Methoden gesellt sich noch eine terrestrischeMessung, welche mit Scharfsinn und Glück ganz neuerlichHerr Fizeau in der Nähe von Paris ausgeführt hat. Sieerinnert an einen frühen, zu keinem Resultate leitendenVersuch von Galilei mit zwei gegenseitig zu verdeckendenLaternen.

Aus Römer's ersten Beobachtungen der Jupitcrstra-banten schätzten Horrebow und Du Hamel den Lichtwegin Zeit von der Sonne zur Erde bei mittlerer Entfernung1-1' 7", Cassini 14' 10"; Newtonwas recht auffallendist, der Wahrheit weit näher 7' 30", Delambre ^ fand,indem er bloß unter den Beobachtungen seiner Zeit die deöersten Trabanten in Rechnung nahm, 8' 13",2. Mit vielemRechte hat Encke bemerkt, wie wichtig es wäre, in dersicheren Hoffnung bei der jetzigen Vollkommenheit der Fern-rohre übereinstimmendere Resultate zu erlangen, eine eigeneArbeit über die Verfinsterungen des Jupitertrabanten zurAbleitung der Lichtgeschwindigkeit zu unternehmen.

Aus Bradley's, von Rigaud in Orford wieder auf-gefundenen Aberrationö-Beobachtungen folgen nach der Un-tersuchung von vr. Busch 51 in Königsberg für den Lichtwegvon der Sonne zur Erde 8' 12",14; die Geschwindigkeitdes Sternlichts 41994 geogr. Meilen in der Secunde, unddie Aberrations-Constante 20",2116; aber nach neueren,achtzehnmonatlichen Aberrations-Beobachtungen von Struveam großen Passage-Instrument von Pulkowa^ muß dieerste dieser Zahlen ansehnlich vergrößert werden. DaSResultat dieser großen Arbeit war: 8' 17",78; worausbei der Aberrations-Constante von 20",4451 mit Encke'sVerbesserung der Sonnen-Parallare im I. 1835 und der im