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befruchtenden Nilflurh, der die Laste» tränkenden weiblichen Gorr-heit Salis. Diese ist die Göttinn der Cataracten, weil mit demErscheinen der Sothis am Himmel zur Aeit der Sommerwendedas Anschwellen des Nils begann. Bei Vettius Valens wird derStern selbst jsijd- statt Sothis genannt; keinesweges aber kannman, wie Jdeler gethan hat (Handbuch der ChronologieBd. I. S. 126), dem Namen oder der Sache nach auch Tlioilimit Scth oder Sothis identificiren." (Lepsius Bd. I. S. >36.)
Diesen Betrachtungen aus der ägyptischen Urzeit lasse ich diehellenischen, Aend- und Sanskrit-Etymologien folgen: „Seip, dieSonne ", sagt Professor Franz, „ist ein altes Stammwort, nurmundartlich verschieden von Se«, &eoog, dieHihe , der S om mer:wobei die Veränderung des Vocallautcs wie in reipog und rioogoder ripag hervortritt. Aum Beweis der Richtigkeit der angege-benen Verhältnisse der Staiumwörter dein und d-ep, ötoog dientnicht nur die Anwendung von & epeirarog bei Aratus v. 149(Jdeler, Sternnamen 241), sondern auch der spätereGebrauch der aus <nio abgeleiteten Formen <seinig, deiptog, detpuig,heiß, brenne u d. Es ist nämlich bezeichnend, daß detoä oderöeiond iuiirta eben so gesagt wird wie Sepna iuanu , leichte Som-merkleider. Ausgebreiteter aber sollte die Anwendung der Formdeiptog werden; sie bildete das Beiwort aller Gestirne, welche Ein-fluß auf die Sommerhitze haben: daher nach der Ueberlieferungdes Dichters Archilochus die Sonne deiotog adr!# hieß undJbycus die Gestirne überhaupt deinta, die leuchtenden, nennt.Daß in den Worten des Archilochus: noXXovg niv avrov deiptogvaravaiel 6£ig ikXuuaav die Sonne wirklich gemeint ist, laßt sichnicht bezweifeln. Nach Hesychius und Suidas bedeutet allerdingsMpiog Sonne und Hundsstern zugleich; aber baß die Stelle desHesiodus (Oper» el Dies v. 417), wie Tzetzes und Procluswollen, sich auf die Sonne und nicht auf den Hundsstern beziehe,ist mir eben so gewiß als dem neuen Herausgeber des Theo» ausSmyrna, Herrn Martin. Von dem Adjectivum deiptog, welchessich als cpithelon jierpetuum des Hundssternes selbst festgesetztbat, kommt das Verbum detotSv, das durch funkeln übersetztwerden kann. Aratus v. 331 sagt vvm Sirius: 6£ia deipiäa, erfunkelt scharf. Eine ganz andere Etymologie hat das allein stehendeWort Jitipijr, die Sirene; und Ihre Vermuthung, daß es wohl