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Dritter Band.
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großcntheilö auf anderen Wegen noch nicht veröffentlichtworden ist.

Die Mehrzahl der veränderlichen Sterne ist allerdingsroth oder röthlich, keineSweges aber sind eS alle. So z. B.haben ein weißes Licht, außer ß Persei (Algol am Me-dusenhaupte), auch ß Lyrac und e Aurigae. Etwas gelb-lich ist t) x\quilae und in noch geringerem Grade £ Gemi-norum. Die ältere Behauptung, daß einige veränderlicheSterne, besonders Mira Ceti, beim Abnehmen röther feienals beim Zunehmen der Helligkeit, scheint ungcgründet.Ob in dem Doppelstcrn u Ilerculis, in welchem der großeStern von Sir William Herschel roth, von Struve gelb,der Begleiter dunkelblau genannt wird, dieser kleine Be-gleiter, zu 5 biö 7"' geschätzt, selbst auch veränderlich ist;scheint sehr problematisch. Struve^ selbst sagt auch nur:suspicor minorem esse variabilem. Veränderlichkeit ist keineS-wegeS an die rothe Farbe gebunden. ES giebt viele rotheSterne, zum Theil sehr rothe, wie ArcturuS und Alde-baran, an denen noch keine Veränderlichkeit bisher wahr-genommen worden ist. Dieselbe ist auch mehr als zweifel-haft in einem Stern des Cepheus (No. 7582 dcö Cata-logS der britischen Association), welchen wegen seiner außer-ordentlichen Nöthe William Herschel 1782 den Granat-stern genannt hat.

Die Zahl der periodisch veränderlichen Sterne ist schondeshalb schwierig anzugeben, weil die bereits ermitteltenPerioden von sehr ungleicher Unsicherheit sind. Die zweiveränderlichen Sterne deö Pegasus, so wie v Hydrae, eAurigae, u Cassiopeae [)stl'cit nicht die Sicherheit von MiraCeti, Algol und ö Cephci. Bet her Aufzählung in einer