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Insolation und Ausstrahlung der Wärme gegen reine oder mitWolken erfüllte Luftschichten; von dein Contact und Spiele derauf- und niedersteigenden Luftströmungen. Nach solchen Vor-aussetzungen müßten bei sehr mäßigen Höhenverschiedenheitenvon vier- bis fünftausend Fuß GebirgSquellen sehr häufig sein,deren Temperatur die mittlere Temperatur deS Ortö um 40bis 50 Grad überstiege; wie würde eS vollends sein am Fußvon Gebirgen unter den Tropen, die bei 14000 Fuß Erhebungnoch frei von ewigem Schnee sind, und oft keine vulkanischeGebirgsart, sondern nur Gneiß und Glimmerschiefer zeigen!"Der große Mathematiker Fouricr, angeregt durch die Topo-graphie des AuSbruchs vom Jorullo, in einer Ebene, wo vielehundert Quadratmeilen umher keine ungewöhnliche Erdwärmezu spüren war, hat, auf meine Bitte, sich noch in dem Jahrevor seinem Tode mit theoretischen Untersuchungen über dieFrage beschäftigt: wie bei Berg-Erhebungen und veränderterOberfläche der Erde die isothermen Flächen sich mit derneuen Form deö Bodens in Gleichgewicht setzen. Die Seiten-strahlung von Schichten, welche in gleichem Niveau, aber un-gleich bedeckt liegen, spielt dabei eine wichtigere Rolle als da,wo Schichtung bemerkbar ist, die Aufrichtung (Jnclination)der Absonderungs-Fläcken deS Gesteins.
Wie die heißen Quellen in der Umgegend des alten Car-lhago, wahrscheinlich die Thermalquellen von Pertusa saquaecalidae von Hammam el-Enf) den Bischof PatriciuS, den Mär-tyrer, auf die richtige Ansicht über die Ursach der höheren oderniedrigeren Temperatur der aufsprudelnden Wasser leiteten; habeich schon an einem anderen Orte ^ erwähnt. Als nämlich derProconsul Julius den angeklagten Bischof spöttisch durch dieFrage verwirren wollte: »quo auclore fervens haec aqua