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Vierter Band.
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tantum ebulliat?« entwickelt PatriciuS seine Theorie derEentralwärme:welche die Feuerausbrüche deS Aetna unddes Vesuvs veranlaßt, und den Quellen um so mehr Wärmemittheilt, als sie eineit tieferen Ursprung haben." PlatonSPyriphlegethon war dem cruditen Bischof die Hölle der Sün-digen; und, als wollte er dabei auch an eine der kaltenHollen der Buddhisten erinnern, wird noch, etwas unphy-sikalisch, für das minquam siniendum supplicium impiorum,trotz der Tiefe, eine aqua gelidissimn concrescens in glaciemangenommen.

Unter den heißen Quellen sind die, welche, der Siedhitzedes WasserS nahe, eine Temperatur bis 90" erreichen, vielseltener, als mait nach ungenauen Bestimmungen gewöhnlichannimmt; am wenigsten finden sie sich in der Umgebung nochthätiger Vulkane. Mir ist es geglückt, auf meiner amerika-nischen Reise zwei der tvichtigslcn dieser Quellen zu untersuchen,beide zwischen den Wendekreisen. In Merico unfern der reichenSilberbergwerle von Guanaruato, in 21° nördlicher Breite,aus einer Höhe von mehr als 6000 Fuß über der Meeresfläche,bei Ehichimequillo 4li , entquellen die Aguas de Comangillaseinem Basalt- und Basalkbreccien-Gebirge. Ich fand sie imSeptember 1803 zu 96", 4. Diese Basaltmasse hat einen säulen-förmigen Porphyr gangarlig durchbrochen, der selbst wieder aufeinem weißen, quarzreichen Syenit ruht. Höher, aber nicht fernvon dieser, fast siedenden Quelle, bei loS JoareS, nördlich vonSanta Rosa de la Sicrra, fällt Schnee vom December bisApril schon in 8160 Fuß Höhe; auch bereiten dort die Ein-geborenen das ganze Jahr hindurch Eis durch Ausstrahlung inkünstlichen Bassins. Auf dem Wege von Nueva Valencia, inden Yallcs de Aragua , nach dem Hafen von Portocabello