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Vierter Band.
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(ohngefähr in 10" V 4 Breite), am nördlichen Abfall der Küsten-kette von Venezuela , sah ich einem geschichteten Granit, welchergar nicht in Gneiß übergeht, die aguas calientes ile las Trin-cheras entquellen. Ich fand ^ die Quelle im Februar 1800 zu90", 3, während die, dem Gneiß angehörigen Baiios deMariarain den Valles de Aragua 59", 3 zeigten. Drei-und-zwanzigJahre später, wieder im Monat Februar, fanden Bouffingaultund Rivero^ sehr genau in Mariara 64",0; in las Trincherasde Portocabello, bei geringer Höhe über dem antillischen Meere:in Einem Bassin 92", 2, in dem anderen 97",0. Die Wärmejener heißen Quellen war also in der kurzen Zwischenzeit beiderReisen ungleich gestiegen: in Mariara um 4",7; in las Trin-cheras um 6", 7. Boussingault hat mit Recht darauf auf-merksamgemacht, daß eben in der bezeichneten Zwischenzeit daöfurchtbare Erdbeben statt fand, welches die Stadt CaracaS am 26 März 1812 umstürzte. Die Erschütterung an derOberfläche war zwar weniger stark in der Gegend des Seeövon Tacarigua (Nueva Valencia); aber kann im Inneren derErde, wo elastische Dämpfe auf Spalten wirken, eine sich soweit und gewaltsam fortpflanzende Bewegung nicht leicht daöSpalkengewebe ändern und tiefere ZrisührungS-Canäle öffnen?Die, aus einer Granit-Formation aufsteigenden, heißen Wasserde las Trincheras sind fast rein, da sie nur Spuren vonKieselsäure, etwas Schwefel-Wasserstoff-Säure und Stickstoff ent-halten; sie bilden nach vielen, sehr malerischen Cascade», voneiner üppigen Vegetation umgeben, einen Fluß: Rio de Aguascalientes, welcher gegen die Küste hin voll großer Crocodileist, denen die, abwärts schon bedeutend verminderte Wärmesehr behagt. Im nördlichsten Indien entspringt ebenfalls auöGranit (Br. 30" 52') die sehr heiße Quelle von Jumnotri,