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ihrer Beschaffenheit nach meist symmetrisch, von beiden Saal-bändern im Hangenden und Liegenden an gerechnet. Senar-mont's chemischer Erfindungsgabe ist es gelungen eine beträcht-liche Zahl von Mineralien auf ganz analogen, synthetischenWegen künstlich darzustellen. 59
Ein mir nahe befreundeter, wissenschaftlich begabter Beob-achter wird, wie ich hoffe, in kurzem «ine neue, wichtigeArbeit über die Temperatur-Verhältnisse der Quellen erscheinenlassen; und in derselben, durch Jnduction aus einer langenReihe neuer Beobachtungen, das verwickelte Phänomen derStörungen in großer Allgemeinheit mit Scharffinn behandeln.Eduard Hallmann unterscheidet in den Temperatur-Messungen,welche er während der Jahre 1845 bis 1853 in Deutschland (am Rhein ) und in Italien (in der Umgegend von Rom , imAlbaner-Gebirge und in den Apenninen) angestellt hat: 1) reinmeteorologische Quellen: deren mittlere Wärme nicht durchdie innere Erdwärme erhöht ist; 2) meteorologisch-geolo-gische: die, unabhängig von derRegen-Vertheilung und wärmerals die Luft, nur solche Temperatur-Veränderungen erleiden,welche ihnen der Boden mittheilt, durch den sie atlöfließen;3) abnorm kalte Quellen: welche ihre Kälte aus großenHohen herabbringen. 99 Je mehr man in neuerer Zeit durchglückliche Amvendung der Ehemie in die gcognostische Einsichtvon Bildung und metamorphischer Umwandelung der Gebirgs-arlen eingedrungen ist; eine desto größere Wichtigkeit hat dieBetrachtung der mit Gas- und Salzarten geschwängertenOuellwasser erlangt, die im Inneren der Erde circuliren und,wo sie an der Oberfläche als Thermen ausbrechen, schon dengrößten Theil ihrer schaffenden, verändernden oder zerstörendenThätigkeit vollbracht haben.