säure, auch etwas schwefelsaures Natron. Nahe au der Quellefand Boussingault 72°, 8 Wärme. Der obere Theil deSPusambio ist unterirdisch. Im Paramo de Ruiz, am Abhängedes Vulkans desselben Namens, an den Quellen des Rio Guali,in 11400 Fuß Höhe, hat Degenhardt (aus Clausthal am Harze),der der Geognosie durch einen frühen Tod entrissen wurde,eine heiße Quelle 1846 entdeckt, in deren Wasser Boussingaultdreimal so viel Schwefelsäure als im Rio Yinagre fand.
Das Gleichbleiben der Temperatur und der chemischenBeschaffenheit der Quellen, so weit man durch sichere Beobach-tungen hinaufreichen kann, ist noch um vieles merkwürdiger alsdie Veränderlichkeit^, die man hier und da ergründet hat.Die heißen Quellwasser, welche, auf ihrem langen und ver-wickelten Laufe, aus den Gebirgsarten, die sie berühren, sovielerlei Bestandtheile aufnehmen, und diese oft dahinführen, wo sie den Erdschichten mangeln, aus denen sie ausbrechen; haben auch noch eine ganz andere Wirksamkeit. Sieüben eine umändernde und zugleich eine schaffende Thätigkeitaus. In dieser Hinsicht sind sie von großer geogno st »scherWichtigkeit. Senarmont hat mit bewundernswürdigemScharfsinn gezeigt, wie höchstwahrscheinlich viele Gang spalten(alte Wege der Thermalwasser) durch Ablagerung der aufgelöstenElemente von unten aus nach oben ausgefüllt worden sind.Durch Druck- und Temperatur-Veränderungen, innere electro-chemische Processe und specifische Anziehung der Seitenwände(des Queergesteins) sind in Spalten und Blasenräumen baldlamellare Absonderuilgen, bald Concretionö-Bildungen entstanden.Gangdrusen und poröse Mandelsteine scheinen sich so theilweisegebildet zu haben. Wo die Ablagerung der Gangmasse inparallelen Zonen vorgegangen ist, entsprechen sich diese Zonen