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Ich würde diesen frei eingeftehn, wenn ich nicht das Blattdes Tagebuchs aufbewahrt hätte, auf weichem die Versuche an* demselben Morgen, an dem sie angestellt wurden, umständlich 71ausgezeichnet worden sind. Ich finde nichts darin, was michheule zweifelhaft machen könnte; und die schon oben berührteErfahrung, daß (nach Parrot's Berichte) „vas Gas derSchlamm-Vulkane der Halbinsel Taman 1811 die Eigenschafthatte daS Bremren zu verhindern, indem ein glimmender Spanin dem Gas erlosch, ja die aufsteigenden, einen Fuß dickenBlasen im Platzen nicht entzündet werdeir konnten": während1834 Gobel an demselben Orte daS, leicht anzuzündendeGas mit heller bläulicher Flamme brennen sah; läßt michglauben, daß in verschiedeneir Stadien die Ausströmungenchemische Veränderungen erleiden. Mitscherlich hat ganz neuer-lich auf meine Bitte die Grenze der Etltzündbarkeit künstlichbereiterer Mischungen von Stick- und Wafferstoffgas bestimmt.Es ergab sich, daß Gemenge von 1 Theil Wasserstoffgaö und3 Theilen Slickstoffgas sich nicht bloß durch ein Licht ent-zündeten, sondern arich fortfuhren zu brenneit. Vernichrteman das Slickstoffgas, so daß das Gemenge aus 1 TheilWasserstoffgaS und 3’/j Theilen Slickstoffgas bestand: so er-folgte zwar itvch Entzündung, aber das Gemenge fuhr itichifort zu brennen. Nur bei einem Gemenge von 1 TheilWasserstoffzas und 4 Theilen StickstosfgaS fandgar keine Entzündung mehr statt. Die Gas-Aus-strömungen, welche man ihret leichten Entzündbarkeit und ihrerLichtfarbe wegen Ausströmungen von reinem und gekohlteinWasserstoff zu nenneit pstegt, brauchen also guaniitaiiv nurdem dritten Theile nach aus einer der zuletzt genannten Gas-Arten zu bestehn. Bei den seltener vorkommenden Gemengen