Band 
Vierter Band.
Seite
277
JPEG-Download
 

277

zusammenhangend in 9?afa[tftröme übergehen, enthalten kleinegebrannte Schieferstücke, aber keine Spur von eingeschlossenemTrachyt. Die letzteren Einschlüsse sind auch nicht zu findenam Krater dcS RodderbergeS, der doch der größten Trachyt-Masse der Rheingegend, dem Siebengebirge , so nahe ist.

Die Maare scheinen", wie der Berghauptinann vonDechen scharfsinnig bemerkt,in ihrer Bildung ziemlich derselbenEpoche anzugehören als die Ausbrüche der Lavaströme, dereigentlichen Vulkane. Beide liegen in der Nähe tief einge-schnittener Thäler. Die lavagcbenden Vulkane waren entschie-den zu einer Zeit thätig, als die Thäler bereits sehr naheihre heutige Form erhalten hatten; auch sieht man die ältestenLavaströme dieses Gebietes in die Thäler herabstürzen." DieMaare sind von Fragmenten devonischer Schiefer und von auf-geschüttetem grauem Sande und Tuffrändern umgebe». DerLaacher See : man mag ihn nun als ein großes Maar oder,wie mein vieljähriger Freund, C. von Oeynhausen, (gleichdem Becken von Wehr) als Theil eines großen Kesselthales imThonschiefer betrachten: zeigt an dem ihn umgebenden Kranzeeinige vulkanische Schlacken-AuSbrüche: so am Krufter Ofen,am Veitskopf und Laacher Kopf. ES ist aber nicht bloß dergänzliche Mangel von Lavaströmen, wie sie an dem äußerenRande wirklicher Erheb»ngS-Krater oder ganz in ihrerNähe auf den canarifchen Inseln zu beobachten sind; es istnicht die unbedeutende Höhe deS Kranzes, der die Maareumgiebt: welche dieselben von den Erhebungs-Kraterenunterscheiden; cS fehlt den Rändern der Maare eine regelmäßige,als Folge der Hebung stets nach außen abfallende GesteinS-fchichtung. Die in den devonischen Schiefer eingesenkten Maareerscheinen, wie schon oben bemerkt, als Minen-Trichter,