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Vierter Band.
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37 Meilen langen See Balkasch beträgt sie 52 Meilen."Der große Dsaisang-See, in dessen Nähe ich selbst, in derchinesischen Dsnngarei, mich 1829 befand, ist 90 Meile» vonden Vulkanen deS Thian-schan entfernt. Binnenwasscr fehlenalso nicht: aber freilich doch nicht in solcher Nähe, als demjetzt noch thätigen Vulkane, dem Demavend im persischen Mazenderan , das caspische Meer ist.

Wenn aber Wasserbecken, oceanische oder Binnenwasscr,auch gar nicht zur Unterhaltung der vulkanischen Thätigkeiterforderlich sind; wenn Inseln und Küsten, wie ich zu glaubengeneigt bin, nur reicher an Vulkanen sind, weil daS Empor-steigen der letzteren, durch innere elastische Kräfte bewirkt, voneiner nahen Depression im MeercSbecken" begleitet ist, so daßein Erhebungö-Gebiet an ein Senkungs - Gebietgrenzt und an dieser Grenze mächtige, tief eindringende Spal-tungen und Klüfte veranlaßt werden: so darf man vermuthen,daß in der inner-asiatische» Zone zwischen den Parallelen von41° und 48° die große aralo-caspische Depressions-Mulde, wie die bedeutende Zahl gereihter und ungereihterSeen zwischen dem Thian-schan und dem Altai -Kurtschum zuKüsten-Phänomenen hat Anlaß geben könne». Alan weiß ausTradition, daß viele perlartig an einander gereihte kleine Becken(lacs ä chapelet) einstmals ein einziges großes Becken bildeten.Größere Seen siebt man noch durch Mißverhältniß zwischendem Nicderschlag und der Verdunstung sich theilen. Ein derKirghisen-Steppe sehr kundiger Beobachter, General Genz inOrenburg , vermuthete, daß eine hydraulische Verbindung zwischendem Aral-See, deni Aksakal, dem Sary-Kupa und Tschaglivormals eristirte. Man erkennt eine große Furche, von Süd-west nach Nordost gerichtet, die man verfolgen kann über