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Geschichte des Seefahrers Ritter Martin Behaim nach den ältesten vorhandenen Urkunden : mit einer genauen Abbildung des Behaim'schen Globus vom Jahr 1492 in zwei Planigloben nach seiner natürlichen Grösse, und drei der ältesten Karten von Amerika / von Friedrich Wilhelm Ghillany; eingeleitet durch eine Abhandlung ueber die ältesten Karten des neuen Continents und den Namen Amerika von Alexander von Humboldt
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namen Maximillian auf halb mey hier sol seyn vnd mein noiffrawen (?) von burgongue in zu der ee zu haben vnd ydermann ist des serefroo. Auch ist mein frawe von borgogne hier zu mechel körnen die wirtt hier wonen belleiben *). Nit anders wais ich dir zu diessem malzu schreiben dan das mir kein brieff ist von dir worden sider den des datum stedt am sontag nach lucie das was adj. 15 decembrio. Damitbis gott dem almechtigen bevolhen, gruss mir dein weih vnd dein swiger vnd dein haussgesind. Datum zu mechel mit eillen geschriben amheiltums abett anno lxxvjj Jar ut supra. Mertein Beheirn.

Urkunde V.

Brief Martin Behaim's, des Seefahrers , aus Mecheln , an seinen Oheim, Leonhard Behaim in Nürnberg .

t yhs. 1-1*77 adj. 13 otuhrio in mechel maria t

Mein vntlerdenighen wilighen dinst alle zeit bereyt lieber vetter das es dir vnd deiner hausfrawen vnd allen deinen kindern vndhaussgesindt wol gieng vnd gesundt werst hört ich sere gern wiss lieber vetter ich hoff du habst von meiner lieben muter vnd von micheldeinem sone wol vernommen das ich itz in der nagsten vergangen herbstmess zu franckfortt nach meiner mutter begerttenbey partolmes von eib bin gewesen vnd hab ptolmes von eib da geholffen vnd hab auch pas gesehen vnd erlernt wasda für ein handel sey. Nach dem so hat mich der von eib widerumb nach endung der mess gen mechel zu meinem vorigen herrnmit namen Jorius von dorpp noch den winter getan vmb das dass ich mich noch pas sol vmb sehen also ist es nun frisch auffdem weg gegangen vnd pin von den genaden des almechtigen golles wol gen mechel komen do hoffe ich nach der zu sagung als mir dervon eib dan thet, ich wer mit gotz hilff diesen winter bis auff die nagsten fasten mess beieiben.

Wis lieber vetter das mir scliir in einem jar kein brieff ist von dir worden vnd auch als lang ich aussen bin gewest, so istmir nert ein brieff worden des datum war am suntag nach sant lucia tag anno im 76 vnd ich hab dir sider mer dann pey jjj mallengeschriben vnd auff die selben brieff sindt mir nit antwurt worden also das mich sere wunder nimpt worumb das du mir so selten oderwinig schreibst, vnd ich pit dich nun in aller lieb vnd frewntschaft das mir öfter schreibst das will auch thun, vnd pin sem auch schuldigzu thonen vnd ich het dir noch gern öfter geschriben so ich nit Schrift von dir het so west ich dir ye nit besunders zu schreiben.

Liber vetter ich pit dich noch gar frewntlichen als ich dir vor auch gethan hab das du meiner lieben mutter hilfflich vnd frewntlichwoist seyn das selbig ist sie dir auch schuldig zu thone vnd bis ir hilfflich in allen iren Sachen wan wir ye nit nacher vnd besonderefrcwndt haben dan dich wan ich sonder zweifei pin du tust es wo wir solch der tag eins mit vnserm armen dinst gegen dir verdinenkonlten oder mochten es were mein geswistergit oder ich des solt thu on zweifei sein wir wollten sochs thun.

Nit besonders dan das es nit woll itzunt hie in diessem landt stedt des vnfrids halben wan der konig von franckreich hie in diessemland leit vnd thut sere grossen schaden in flandern vnd in henegaw wan er verhert vnd verprendt alles das landt als vil er mag vnd hatitzunt in kurtz wol pey 400 dörffern hierwmb abgeprendt vnd vil stedt gewonen vnd wen er schon ein stadt sichert leibs vnd guttes vndwen dan dorin kompt so mus sie alle verdorben seyn vnd die man die er findt die moesen am meisten sterben vnd die frawen vnd junck-frawen mossen sich schendten lassen also ist die gemein sag vnd der jung lierre von osterich ligt zu brugk bei seiner schonen frawen vndniemant thut dem konig ein widerstandt noch nit vnd der gemain von allen landten mürbelt nun fast dorumb vnd nimant wil zu feld zihenvnd di herschaft ist sere arm wan der liertzog von burgund selliger hot den schätz allen verkrigt vnd es ist zu besorgen es wer nochfast wunderlich gin, got wols solchs dem vntterstin auch bedarfst du mein kein sorg haben wan des konigs her ist noch wol XVI meil vonmechelln er muss vor wol IIII gros stedt gewinen ee sy dar mocht komen, vnd do got vor sey ob solch wurt geschehen so wollt ich mitgotts hilf gleich so pald davon kommen als ein anderer wan ich hab von gotts genaden nit vil zu verlissen. Ytz nit mer dan grüs mir deinhausfrawen vnd dein swiger, damit bis got vnd seiner lieben muter maria bevolhen. Datum am montag vor sant gallen tag anno imlxxvii jare. Mertein Beheim

dein vetter zu mechel im niderlandt.

) Die Vermählung Maximilian I. mit Maria von Burgund hatte am 20. August 1477 zu Gent Statt.