111
pit in sumario aufs kurtze wil mein Antwort schreiben, dan was dir vber solchs verner not ist zuwissen des wirstw von Jörgen Pock ausmeiner im zugesantten Schrift guten bericht vinden. Zum dritten als du mir in deinem schreiben an dust zaign welcher gestalt du verur-sacht pist worden, dein Widersacher abzuleiten, auch in welcher gestalt du indie gefencknus gelegt, vnd darinen 2 jar enthalten, vndwie durch hilf deiner guten freund mit 31. duc. wider ausgelassen seist worden Solchs alles hat mir Jorg Pock in seinem schreiben auchnach der leng angezaigt vnd nach dem vnd dir dein Mum, dis ist deiner Muter Schwester, inder gefencknus auch sunst vil
gutes dut beweisen, des soltu ir pillich danckpar sein vnd ir von mein freundliche grus vnd dienst thon sagen, war mit ich Ir ein ver-
erung wist zw thon das ir angenem solt sein, wer ich mit gutem willen genaigt, dan man mir hie von Ir vil eeren vnd guts dut anzaigen,des ich ein wolgefallen trag. Zum 4. als du mir schreibst das du so grossen verlangen hast her gen Nürmbergk zukumen deins vattersseligen freuntschaft zu besehen, auch di teutsch sprach zu lernen, solchs stet zu deim wolgefallen, dust mir vnd andern dein freunt keinmisfallen daran, wie ich dem Jörgen Pock auch geschriben hab, mit dem magstu da von red haben, der wird dir alle Sachen anzaigen, wiedir von der erbschaft wolfgang Behams meines bruders seligen vngeferlich beyleiftig 350 fl. r. zustendig sind, welche dir oder einemdeinen anbalt wo du nit selber körnst auf zimlich quitantzen nit sollen vorgehalten werden. Auch wo es dir gefellich so machstu so dirgot mit glück her hilft zw Ulrichen Fütterer mein Schwager einreiten, der erpeuth sich, auf ein monat lang dich zu beherbergen. In derZeit magstu dein Sachen hie alle ausrichten, wo du nit gern zu einem offen wirth ein wilt reitten, dis ist dir auch eerlich vor vnsernfreunden vnd andern. Engelhart Schleim der ist seiner Schwester sun, der wais allen beschaid dir zugeben. Zum 5. als du begerst ich solldir ein andern vöder brief schicken vnd darin kein meldung des dotschlags nit thon, angesehen das du aus der gefencknus ledig bistworden, dann du bosorgst einer vngenad beim konig vnd du habst vnd woist den ersten brief dem konig nit antworten, vnd man sol in
geinelten brief begeren, das dich der konig zu einem diner thu aufnemen, dan du besorgst dich, es sei des orts ein gestreng gericht, vnd
den so du vmbgepracht haost, der hab mer dann 60 freund im land vnd seist nit sicher, so ich wölt, so wölstu gen Nürberck kümen.Auf solchs dein begeren vnd auch anzaigen füg ich dtr zu wissen, dass dise dein Schrift etwas eina der andern widerwertig ist, dan solman den dotschlag in solcher furschrift nit melden, vnd begern dich zu sichern vor der freundschaft des abgeleibten, so kunt man das nitumbgen, man mus je die vrsach dem konig anzaign, war vmb du begerst die Sicherung zuhobn vnd für wen. So du des willens pist herausin teutschland zu raisen, war für wolstu dan diser zeit den konig vmb dinst pitten, solchs wer ser schimpflich von dir des gleichen voneinem erbarn radt zu N. eins zupitten vnd einander furhandt zu nemen. Ob schon schwera gericht im land sind, vnd das du von diserdat wegen ein mal vom konig ledig gegeben vnd gelassen pist, so kan man dir an keinem gericht dem konig vnterworfen nichtz mer darvmb thon, zusachen, zu dem so dem also ist, das du mit leutn weisen kanst, das du betrangt bist worden mit solchem dotschlag deinleben zuretten, welches dir beim konig vnd allen vnpartheischen für ein rum vnd guth lob sol zugemessen werden, dar vmb du der vngenadnit besorgen darfst. Aber wo du des willens pist, heraus zukumen so verlas ein Anwalt zu lisbona hinter dir mit genügsamer gewalt, wodeine zeugen der notwer in dein abwesen gen Lisbona solten kumen, das der anwalt ein genugsam gewalt hab, die zeugen so die vonIndia kumen zurechtvertigen, das die zeugschaft geben deiner notwer vnd des selben ein besigelta vrkunth vor gericht nemen. So zaigtder voder brilf den du hast, 3 Stuck an, erstlich die entschuldigung deiner notwer, vnd wird gepeten dich ledig zulassen, zum andernvnser voreitern lang hergepracht Stand wesen, mit sampt der zeigschaft vnsers wapens schilt vnd heims des du zuhobn vil vnd dick begerthast, dem konig anzuzaigen, vnd zum dritten so wird der konig vnthertenicklich gepetten, aus oberzelten vrsachen vnd von wegen einseerbern rats furpit dich fürpass in gnedigen bevelg zuhaben. Dar umb so vberantwort den brief dem konig auf fürderlichst, vnd nympt hieydermann wunder, das du den nit lengst fürpracht hast. So zaigt mir Jörg Pock an, du werst der furschrift aufs lengst adj 16 dezembernoterftig dan der konig nem all sein hof gesind auf nativitate Christi an, so wer nit mer müglich dir solchs indiser zeit zuhanden zu bringenvnd zuzusteln, dar Ymb schick ich dir keina. Ob du herkumst machstu etwa ein furschrift mit dir hinein bringen so du der noterftig pist,kümpt dir zu der zeit mer zu hillf dan diser zeit. Solchs wollest im pesten verstehn, dann ich nit versten kan ob du nochmals zuder zeitandes konigs hof vermainst andinst zukumen, oder ob du nach der erbschaft heraus wilt kumen. (Copey Jorgen Pock p. h. Im Hofzugepunden).
Urkunde XVI.
Der Brief bezieht sich im Eingang auf ein am 8. Juni abgegangenes Schreiben. »Ich schrib Euch wi das mir dat. von adj. 23 Meyein brief von euch geantwort were des dat. zu lisbona ausgangen adj. 26 marzo, in welchem Euerm schreiben ich vernommen liet, wieesgestalt was zw der zeit Merta Behams meines Vettern in der gefengknuss, auch wie sein begeren stund Ime glaublich besiegelt urkünd aufsfürderlichst zuzusenden, vnser wappen mit sampt vnser vorelltern lang hergepracht wesen damit er solches zu erledigung seiner gefengknissdem konig anzuzaigen. Auf solches pracht ich hie von einem erbarn rath an den konig besiglt fürschrift zuwegen in welchem auch ver-