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lang, er oder durch sein anbald, genugsam anzaigt vnd beweist sein not wer, damit er vnd sein freund gnad bein konig mag erlangen vndalsdan p. uno volenl. homo geacht ist. Wist das ich euch mein nächsten brief p. Inchuria (Imhof) zugesandt hab des datum verlauth adj.5. November damit I brief von Jörg Saurweid, mer ein brief vnd antwort an Merta Behaim mein vettern alles in ein copert versigelt vnddar auf dy vberschrift an euch geschrieben, bin also guter hoflüung solchs sey euch durch bansen Hausner in Anntorlf per terra zugesantvnd geantwort worden, vnd ir habt oder wert mir auf das förderlichst so ir kontli per terra vnd ma're antw'ort zu schreiben, ob mein vettereinen seinen anbalt wirt heraus senden oder aber ob er selber heraus raisen wil, vnd so er per ultimo marzo zw schiff get so hat derMertzen Schein vnd dy Sturmwind ire endschaft, so er noch 5 wochen lang hat vnd 4 tag pis adj. 6 mey, an welchem tag man das hoch-wirdig heilgtum pflickt hie zu weisen, alle mal den 14 tag nach dem karfreilag, in welcher zeit er rnocht von lisbona herraysen, ob erwillens ist herzukumen stet zu ime, welches er duth, lassen inte seine freund hie wolgefallig sein. Dy 3 brief so mir mein vetter zuge-schickt hat, hat mir vil müe gemacht so lang vnd mir ein genueser dy zum tail verstendig hat gemacht, allein den eifect dar von. Lastmich wissen ob mein vetter lathein can oder nit auch ob er tüglich in hanlirung zugeprauchen mocht sein, vnd ob er rechen kan. Ichvernem auch das meins vettern muter schw'ester ime Martin Be harn in seiner gefencknuss vnd sunst zw allen Zeitenvil gutes sol beweisen, des er sie pillich gegen ir in dr.nekparkeit sol erzaigen vnd halten, soll auch ein erbare frume witibsein, wer wol genaigt, ir etwa aus teutschen landen ein vererung zuzusenden wen ich west, warmit, das ir angenem mocht seyn, wolletir von mir ein freuntlichen vnbekanten grus vnd gut willig dienst sagen desgleichen meinem vettern auch, damit sind got dem herrn bevolhen.datum ut supra. Michael Behaim.
Urkunde XVIII
Schreiben den Georg Puck, Factors des Nürnberger Handlungshauses Hirschcogel in Lissabon , datirt aus Lissabon com 25. und 30. März
1519 und gerichtet an Michael Behuim, Bruder des Seefahrers, in Nürnberg .
»Mein gantz vnverdrossen dinst vnnd freuntlicher' grus zw' vor Erssammer weysser Herr Euer wollfaren hoeret ich alzeit gern vnndwert mir ein sunderlichee frewde w'ist weysser Herr adj. 13 ditto mess. schrieb ich euch am jüngsten hoff es sey euch pis her woll wordendurch die Herwerttischen do vonn weytter nit nott vonn thut zu melden.“
Der Brief gibt nun zunächst Nachricht über »etlichen schlag urlin« (Schlaguhren), welche der in Lissabon verstorbene Wolf Behaimdort hinterlassen und nach denen sich dessen Bruder Michael Behaim, an welchen der vorliegende Brief gerichtet ist, in seinem Schreiben
an Pock erkundigt hatte. Sodann fährt er in Beziehung auf das Grab des Wolf Behaim fort: »Wo solcher Euer bruder seliger Wolff Behaim
begraben lickt, hab ich anzaigt Euerm - Yetlern Mertten Behaim (Sohn des Seefahrers) lickt a santa Maria de conception ist ein fast berumptvnnd woll gezirt Gotts-havvss darin all tag gross devotion geschieht vnnd sunderlich do von thevvlzschen lickt mitten in der kirch vnnd obsein grab ist ein grosser preytler alter stein ist aber nichts dar aulf vonn In geschriben. So Ir ein ewdg gedechtniss dar auf! vonn metall
liest zw Nürnberg machen must di geschrifft Lateinisch sein w^enn er gestorben ist wird euch mein Herr bey ein tag oder stundten anzaigen
vnnd nebst im im demselben grab lickt paulus Im-Hoff dem Gott gnedig sey.«
»Aber Mertein Behem (der Seefahrer) seelich der lickt in einer kirchen heyst a sandt dominica ist ein predigerkloster solichs wirdt Euch Euer Vetter Merten Behem (des Seefahrers Sohn) Zeycher diss briffs*) auch woll under richten.«
»Ir hapl mir zw mer malen geschriben wie Reynolt Nies seligen gedechniss Euern bruder schuldig sein soll 15 (goldene Crusaden)so hab ich mit sampt Euerm vetter überall forschung dar nach gehapt aber gott vonn Himel kein mensch ist do vonn demselbst geschlechtdo er gestorben ist Reynolt do sein seine freunde aus Engllandt kommen haben sogleich gutt als weck gnomen hab nemlich Lewde darumbanngesprochen di mir sagten das si testamentarii gewest aber inn seyne ab schied haben si vonn keyner schuldt gehört so er Euerm prüderschuldig sey soll dann si sagten Euer prüder Merten sey vor Reynolt Nies gestorben im spitall vnnd in fast grosser armuttso im diser man Reynoldt nur 1 ^ schuldich wert gewest so hett ern nit vngefordert gelassen auch so hett er im des nit für gehaltten. **)«
*) Aus diesen Worten gehl hervor, dass Pock diesen Brief dem jungen Martin Behaim, Sohn des Seefahrers, der seine Verwandten in Nürnberg aufsucheuwollte, mitgab.
**) Pock hat diesen Auftrag des Michael Behaitn falsch aufgefasst: Behaim « dessen Brief in einer gleichzeitigen Abschrift noch vorhanden, aagt imtiegentheil, dass Martin Behaim (der Seefahrer) dem Reynolt Nies die 15 goldenen Crosaten schuldig geblieben sei und wünseht, dass der Sohn Martin Behaim dieseSchuld decke. (Vergleiche Urkunde XVII.)