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Beiträge zur bildenden Gartenkunst für angehende Gartenkünstler und Gartenliebhaber / von F.L. v. Sckell
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16
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und nur bey ihnen zeigen sich die Säulenorduungen inihrer ganzen Grdße und Schönheit; nur allein bei denTempeln ruhec auf den Säulenorduungen das Auge mitEntzücke», weil keine fremden Formen mehr mit ihnenverbunden sind, die sie verkleinern, ihre schbncn Ver-hältnisse schwachen und diesen Genuß unterbrechen könn-ten; über sie erhebet sich nichts mehr, was einen Wi-derspruch hervorzubringen im Stande wäre. Nur derschöne griechische Fronton, oder die Kuppel, krönen undvollenden das Vollkommenste, was uns das graue Alter-thum zum hohen Genuße, zur Belehrung und Nachah-mung aufbewahren konnte. Allein diese Tempel sindäußerst verschieden, sowohl in ihren Formen, Charakte-ren, wie in ihren Verhältnissen und Ordnungen, wovonauch der Gartenknnstler genau unterrichtet seyn muß.

Der Vater der alten Baukunst, Ditruv, belehrtunS, daß die Alten 14 verschiedene Charaktere von Tem-peln gehabt haben, welche auch Daniel Barbaro , in sei-ner Uebersetzung Ditruv's, gr'oßtentheils durch Planeund Auszüge dargestellt hat. Hier führe ich nur diewesentlichsten dieser Tempel au:

*) Tempel, die weder mit Säulen, noch Pilastern ver-sehen waren. Die Länge dieser Tempel, wurde in8 Theile getheilt, von diesen wurden 4 Theile derBreite, 5 der Tiefe des Tempels und z der Dor-Halle gegeben.

a) Tempel in AntiS genannt, hatten Eckpilaster, undgegen die Mitte 2 vorstehende Säulen die einenFronton trugen.

z) Die zweite Art dieser Tempel in Antis, nämlich mitPilastern, hatten auch 2 Säulen, allein diese standen