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Werke, welche die Gärten aus dem Ge,biethe der höhern Baukunst vorzüg-lich aufnehmen.
Garten sollten zwar, auch ohne diese Verzierungen,sich auszeichnen, gefallen und in einem astthetischenWerth erscheinen, jedoch kann auf der andern Seitenicht geläugnet werde», dass geschmackvolle Gebäude,und andere Verzierungen der Art, wenn sie an passendenStellen errichtet werden, eine sehr große Wirkung her-vorzubringen vermögen und auch den eigenthümliche»Charakter eines Garten mitbestimmen und ausdrückenhelfen, um so mehr, da ja ähnliche Verzierungen höhe-rer Art, in den äußern Landschaften nicht gewöhnlicherscheinen. Aber auch da muß man bei der Auswahlsolcher architektonischen Verschönerm»ge» und ihrenVerhältnissen die Grenzen genau kennen,- damit sie we-der zu klein, noch zu groß, noch zu überladen erscheinen.Wenige Gebäude im guten und reinen Styl, a» Stellenerrichtet, wo sie Mirkuug hervorbringen, sind der mittel-mäßigen Menge weit vorzuziehen.
2.
Unter die Werke der Baukunst, welche den Gärtenam angemessensten sind, gehören allerdings die Tempelder Griechen und Römer, in denen sie ihren Göttern,im Pompe römischer Größe und römischer Religion dieOpfer brachten. An diesen Tempeln hat die alte Kunstihre schönsten Formen und Verhältniße angewendet.