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Beiträge zur bildenden Gartenkunst für angehende Gartenkünstler und Gartenliebhaber / von F.L. v. Sckell
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19
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x) Eustylo* »der schbnsäulig , mit zwei und einen hal,bcn Säulen Durchmesser Awischenweite.

2) Sistylos bestimmte er zwei solcher Durchmesser Ent»fern u ng.

Z) pienostylo* nahsäulig, gibt er anderthalb SäulenDiameter.

4) Diastylos drei, und-

5) Areosiylos weitsäulig, vier Durchmesser-Säulen Zwi,schenweite.

Uebrigens sind einige dieser Zwischenweitcn zu nahund andere zu weit entfernt, woran man aber bei derAnwendung eben nicht so strenge gebunden ist.

Diese Regeln, dieVitruv den Tempeln vorschreibt,habe ich hier nur deßwegen angeführt, um den Anfän-ger» in der Gartenkunst zu zeigen, daß es weder will»knhrlich, noch leicht ist, Gebäude der Art zu entwer»fen, und in den Gärten aufzuführen; daß daherdem Gartenkünstler diese mit den übrigen vorzüglichsten Re-geln der hdhern Baukunst um so weniger fremd seyn dürfen,da ja nur dieser mit den Forderungen seiner Gartenan-lagen vertraut, und im Stande seyn muß, wenigstens derBaustelle ein bestimmtes Initiative seiner Gebäude undübrigen Verzierungen zu liefern, wenn er anders dieseschbnen klassischen Werke des Alterthums, so viel im-mer möglich, treu und rein nachahmen will. Im Pal-ladio, auch im Durand Recueil des edifices an-ciennes et modernes, so wie die Degodetz Antique»de Rome, bei Clerisseau, Wilkins, Revett, Stu-art, le Roy , u. a. m. kann sich der angehende Künsteler noch bestimmter belehren.

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Eben so wenig war ee willkührlich, welche Säulen-