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Beiträge zur bildenden Gartenkunst für angehende Gartenkünstler und Gartenliebhaber / von F.L. v. Sckell
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vrdnnngen den Tempeln der verschiedenen Gottheiten ge-geben werden durften. Im Gegentheile es wurde vonden Alten auf die so mancherlei Eigenschaften und Ver-richtungen , die man diesen Göttern zuschrieb, gar oftRücksicht genommen: z. B. dem Apoll, dem Jupiter,dem Bachus, dem Faun,- der Vesta rc. wurden gewöhn-lich runde Tempel erbaut, und den 4 erster» die joni-sche, dem letzter» aber die korinthische Ordnung ge-geben.

Der Minerva, dem Mars, dem Herkules war dieernsthafte, dorische Ordnung zugeeignet; den Tempelnder Flora, der VenuS, der Musen, wurde die korin-thische, und der Juno, der Diana, auch dem Bachus,die jonische Ordnung gegeben.

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Unter die vorzüglichsten Tempel der griechischen und

römischen Baukunst gehören:

1) Die Propyleen zu Athen , 6 dorische Säulen trugeneinen Fronton.

2) Der Tempel der Minerva zu Athen . Dieser hatte 8dorische Säulen, die einen Fronton trugen undnach Vitruv unter vipteros gehörten.

3) Der jTempel des Theseus zu Athen war Perip-teros und mit 6 dorischen Säulen in der Froutegeziert.

4) Der Portikus zu Athen war ebenfalls dorisch undhatte 4 Säulen Prostylos.

5) Der Tempel des Apoll bei Milet hatte 10 ionischeSäulen in der Fronte und der

6 ) des BachuS zu Theos 8 solcher Säulen und warDipteros.