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An diese Baukunst der Griechen und Römer rei-het sich die gothische. Obschvn dieser Baustyl demVorhergegangenen, der von spstematischen, regelmäßigenVerhältnissen ausgehet, weil nachstehet, so biethet erdoch in seiner Art die auffallendsten und ganz eigen-thümlichen Formen, Schönheiten und Wirkungen dar.
Während in der griechischen Baukunst Kraft undWiderstand so sichtbar erscheinen; während die römi-sche ihre Gewblber auf kolossale Pfeiler stützet, läßt diegothische oft auf 40 Fuß hohen, dünnen Säulchen, dienur wenig mehr, als zwei bis drei Fuß zum Durch-messer haben, die ihrigen hoch in den Lüften tragenund ihre Thürme, die Jahrhunderte den Stürmen tro-tzen müßen , wie eine Spitze durchbrechen. Diese gothi-sche Baukunst scheinet vorzüglich den Gebäuden für Got-tes Verehrung geeignet zu seyn und sie verdienet da-her auch in Parks, bei Kapellen, bei Ritterburgen rc.vorzüglich ihre Anwendung zu finden. Gegen die ebenso sonderbare, als form - und geschmacklose chinesischeBaukunst muß ich aber die angehende Garten-Künst-ler warnen, daß sie diese äußerst wenig, oder bessergar nicht nachahmen. Weit eher möchte zur Abwechs-lung der arabische oder indische Baustil eine Anwendungverdiene» *).
) Siehe Dani»l , Langle», Niebuhr u. a.