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Erster Theil. Die Kunst, das Gewässer zu denen verschiedentlichen Nothwendigkeiten des menschlichen Lebens zu leiten, in die Höhe zu bringen, und vortheilhaftig anzuwenden.
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38 Architectura Hydraulica. Erſtes Buch. 1

muͤſſen dennoch 9. 412.) ſo muͤſſen alſo die Kraͤffte, folglich auch ihre Geſchwindigkeiten, welche eallezeit die Ge, urſachen, unter ſich gleich ſeyn. Mithin folgt hieraus, daß, wenn wir diesen155 8 f ge Waſſers berechnen wollen, welche durch den Boden einer ſolchen Roͤhre herag.dir 90 dig 1 ſet, die auf eine abhaͤngige Flaͤche geleget worden, uͤbrigens aber eine Figur 9 10i un N

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drat. Wurtzeln wie ſie will, wir nur ſchlechterdings auf diejenige Perpendicular Linieder Hohe des aß ſicht richten duͤrffen, welche diejenige Hohe angiebet, in welcher die bel“ſer-Paſſes uͤber des Waſſers von dem Mittel⸗Pundte des Ausfluſſes abſtehet, uͤbrigens 400%

5 Sohe 960

dem ede eben die Art verfahren, als wenn die Roͤhre voͤllig gerade in die8 nuckt F. 43. Es folgt alſo nach dem 43 1. Paragrapho, daß, wenn wir 18 55. ABCD mit Waſſer anfuͤllen, und laſſen es hernach durch die Oeffnung E 1.hindurch flieſſen, deſſen Geſchwindigkeiten bey jedem Augenblick ſich gegeneinande 000 1ten muͤſſen, wie die Quadrat- Wurtzeln dererjenigen Hoͤhen, in denen diedes Waſſers bey jedem Augenblick von dem Boden des Gefaͤſſes abſtehet. 0Die Geſchwindig⸗§. 436. Weilen wir nun die Geſchwindigkeiten des Waſſers, mit w

L 5 L 2 7 00 0

keit des Waſſers aus denen beſtaͤndig voll unterhaltenen Roͤhren oder Behaͤltern heraus flieſſet 50

bey dem Ausgang maſſen durch die Quadrat-Wurtzeln derer Hoͤhen ausdrucken koͤnnen, gleiche 00

0des Oeffnungs⸗ e a e 8 155 egel/8 nung gen Geſchwindigkeiten, welche frey fallende ſchwehre Coͤrper zu erlangen pflegt5 5 45 Ge. 9.169.) ſo erſehen wir alſo hieraus, daß des Callilei Reguln, von der Keccler ch 0ſchwindigkeit, die unehmenden Geſchwindigkeit, gar fuͤglich auf die Bewegung des Gewaͤſſers 1ein Coͤrper er⸗koͤnnen angewendet werden, wenn wir nehmlich die bey dem Ausgang der Oeff puchlangt haben wür cher befindlichen Geſchwindigkeiten deſſelben, dergeſtalt anſehen, als waͤren ſie5 Höhe des Be, nen ſolchen Fall erlangt worden, deſſen Höhe derjenigen gleich, in welcher daealters herunter Paß des Waſſers uber dieſen nehmlichen Oeffnungs Löchern abſſehet; Zum ganegefallen waͤr. ſo viel heſſer, daß jedermaͤnniglich bekandt iſt, wie die Waſſer Strahle bey affegenden Waſſern bey nahe wiederum die Hoͤhe des Waſſer⸗Paſſes in ihren Wihaͤltern erreichen, und auch wuͤrcklich vollkommen erreichen wuͤrden, wenn 110

55 ſtand der Lufft ſie nicht zum Zertrennen oder zu der Auseinander⸗Theilung zwong5 ches alles genugſam darthut, daß die ſpringenden Waſſer bey dem Ausgang 1Loche[Ladjatage] die nehmliche Geſchwindigkeit beſizen, welche ein Coͤrper ductſolchen Fall erreichen wuͤrde, der der Hoͤhe des Waſſers im Behälter gleich eeches eben die nehmliche Geſchwindigkeit auch iſt die er nothwendig haben meh, 05er W an denjenigen Ort zuruck ſteigen ſollte, aus welchem er herab gefal 90

n 5. 437. Wenn die Waſſer⸗Saͤule IE. HL. in einer Roͤhre von gWenn ein Gefäß eingeſchloſſen waͤre, und wir lieſſen ihr auf einmahl die Freyheit, ſich dur 0, banallezeit vol unter Grund⸗Flaͤche gleiche Oeffnung EU auszugieſſen, ſo haben wir aus dem ich da öbst 0 pho erſehen, daß ihre mittlere Proportional-Geſchwindigkeit derjenigen gle⸗ b dachdie Jeſfnung im che ein Coͤrper von der Hoͤhe IE herab fallend erreichen wuͤrde,(mithin 1

Doden eins ſonche Gröͤſſe LE ausgedruckt werden kan), und hiernaͤchſt auch die Zeit dieſes 1 0

w 8— 5 ſeyn muͤſſe, welche zu der Ausleerung dieſer Roͤhre erforderlichviel ausma per g.„ß 5 8 5 Igdigerige, die dae Setzen wir nun dieſe gedachte Roͤhre beyſeiten, doch alſo, daß der 1nehmliche Oef, Waſſers alſobald wiederum erſetzet, und der nehmliche Waſſer⸗Paß BC gigkel,1 80 un halten wurde, ſo wiſſen wir allbereit, daß die ſtets gleich bleibende Geſchwindie ae He jenigen Waſſrs, welches zu der nehmlichen Oeffnung E heraus gehet 1 10a u e det und alſo durch VIE. doppelt genommen, ausgedruckt werden koͤnne; Miene 0Zeit, deren ein wir hieraus, daß die durch dieſes Heffnungs⸗ Loch vorfallende, und zwar 100 derCorper 1 Zeit geſchehende Waſſer⸗Verſchwendung, in welcher etwan ein Coͤrper vwelche11 9 015 da IE herunter fallen wuͤrde, zweymahl groͤſſer als dießenige Verſchwendung/ möchte 0Waſſer- Höͤhe in eben dieſer Zeit durch die kaum gedachte Roͤhre ihren Ausgang nehmen 10 0

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gang ſcey ſalend h. 177.) folglich der doppelten Waſſer Saule. 11k gleich ſeyn muß ech!“

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zu dürchwandern. Oeffnungs⸗Loͤcher in gleichen Zeiten ſolche Waſſer⸗Mengen ausgeben,

i untereinander verhalten, wie ihre Geſchwindigkeiten.(per g. 43 1.) 5 gehe. 438. Vermoͤge deſſen hat es alſo ſeine Richtigkeit, wenn wir Her 10dieſenige bey einer Roͤhre oder bey einem Behaͤlter fürfallende Waſſe. dere h,

dung, und zwar die waͤhrend der Tauer einer ſolchen Zeit geſchieh epißOorper benöchiget ſeyn möchte, von der Hehe des Waſſer Paſſes eich achBoden gantz frey herunter zu fallen, einer ſolchen Waſſer⸗Saͤule einer ören Grund ⸗Flaͤche der Groͤſſe des Oeffnungs⸗ Loches, die Hoͤhe aber e n 1 90Linie gleich iſt, welche die Laͤnge desjenigen Raumes angiebet, 0 per K

nach einer unveraͤnderlichen oder ſtets gleich⸗ bleibenden Bewegung