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Erster Theil. Die Kunst, das Gewässer zu denen verschiedentlichen Nothwendigkeiten des menschlichen Lebens zu leiten, in die Höhe zu bringen, und vortheilhaftig anzuwenden.
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2 Caput I. Von der Art, das Gewaſſer in die Hoͤhe

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Wellen uns ſchon aus dem 1128.. bekandt iſt daß die in der an. 10Brücke zu Paris angebaueten Waſſer⸗Machine, befndliche Waſſer⸗Koͤſtennehmlich das Waſſer wieder ſeinen Abfall nimmt 8x. Fuß hoͤher liegenBeet oder als der Grund des Strohms; So wird uns hieraus auch bekamFuß⸗Boden des gedachten Platzes! k ſtrapade ohngefehr noch 24. Ju hoͤheder Boden derer kaum berührten Waſſer⸗Kaͤſten, und folglich, wie ſchon gen,Fuß hoher, als das Fluß- Beet. Weilen aber das Gewaſſſer das man bePlatz hinauf leiten will, ſich nothwendig in einen Waſſer⸗Kaſten zumund dieſer Waſſer⸗Kaſten ſelbſt um wenigſten 1. Fuß hoher liegen muß; 180Boden dieſes Platzes, um daſelbſt nehmlich einen gemaͤchlichen Reſer wir ai 5

Hehaͤlter zur Austheilung zu erlangen, und daß auch das Gewaͤſſer, welches 53

von mehr dann 687. Toiſen zurücklegen muß, ohngefehr eine Ladung oder 10 ölaͤſtigung von 16. Fuß Höhe habe, damit es mit einer bequemen Geſchwindtrieben werde; Ss erſehen wir hieraus alſobalb, daß der gedachte aſſek,

5 5 auf 136. Fuß hoͤher zu liegen kommen muß, als das Fluß Beet o

Fluſſes. 65 5 ige 005 Da nun die in der an der L. Frauen⸗Bruͤcke angebaueten Waſſer 7755 ö allichen alten Plomp⸗Wercke, das Gewaͤſſer mit vieler Muͤhe, doch nicht 90 fell g

auf 81. Fuß zu treiben vermögen; So hatte man auch auf die Unternehmung den c

Acht, ſolches noch. Fuß höher zum ſteigen zu bringen, und von dar aus deeIEſtrapade fortzuleiten. Weilen aber auch noch auſſerdem das Gebaͤude/ ue950 ſich gedachte Waſſer⸗Kaͤſten befinden auf lauter Pfählen ſtehet, und 1 nc,en hölzernen Gerüͤſt zuſammen geſeßzet, das bey weiten die gehoͤrige Stangedaß man et ſo weit erhoͤhen konnte, als es noͤthig waͤre; So hat man alſo 10 Geh1155 noch nicht faſſen koͤnnen, der am natürlichſten geſchienen hatte, um aach die 1iß auf den Platz'bſtrapade in die Hoͤhe zu bringen: Und dieſes ſind dan eienehmſten Urſachen, welche die Herren der Stadt auf die Gedancken gebrach.neue Waſſer⸗Machine zu erbauen. N, groſſelSeit 10. Jahren haben dieſe Hinderniſſe den Nach⸗Eifer von eine Hool 1Machiniſten nur immer mehr und mehr angereitzet, als welche ſich aus allen 1 5 bKoͤnigreichs, und ſo auch aus frembden Landen nach Paris begeben, maſſen 6 Fworden, daß dem Aon“. Lureot dieſes Vorhaben mehr am Hertzen lag dentſeinem Vorgaͤngern: Allein dieſe groſſe Magiſtrats Perſohn, weilen ſie 10 Ba 1

ſchlaͤgen derer einen keinesweges vergnuͤget, vielmehr wegen derer begehrten 10 0 14

derer andern, gantz abgeſchreckt wurde, hat ſich zu ſo einer wichtigen Sache 0 164

ſen, noch allezeit fernerweitigen Anſtand genommen. alete

u geſelbIm Auguſt⸗Monath des 1737. Jahrs, thaten zwey ſich uſammeßg es

de denen Herren der Stadt die Propoſition, eine Waſſer⸗Nachine zu er aach,das Feuer beweget werden ſollte, um eine gewiſſe Menge Waſſer biß auf deſhſt, 10ſirspade hinauf zu treiben, und zwar unter folgenden Bedingniſen? dan chereben neunmahl hundert tauſend Livres zur Erbauung dieſer Aachine, zwehna 0885 ſend vor ihre Belohnung, und ſie ſelbſt wollten die Direction uͤber das 2 10 9e5 ſamt funftig tauſend krancs vor deſſen jahrlicher Unterhaltung: Beruhet eauf einem Capital von zwey Millionen und hundert tauſend Livres. Jobeh.Eine nene Wa. Eben damahlen, wie man dieſe ſchoͤne Vorſchlaͤge gethane Zeugen abgegeben, geſchahe es, daß ich denen Herren der Stad 5der Gelegenheit weiß ablegte, wie man mik 17. öder 18000. livres Unkoſen die a Dſelöſt erfunden, cke befindliche Waſſer⸗Machine, in einen e Standt verſetzenwie er Mittel gend wuͤrde, 100. Waſſer⸗Zolle mehr herbey zu ſchaffen, als ſie geſuchte, das Ge⸗ und daß ich gantz und gar nicht zweifelte, mit einem mittelmaͤſſigen Aue e dieſes Gewaͤſſers biß auf den Platz de PEſtrapade fortzuleiten. Wi205 hinauf zu bu gelangen, mit alem Ernſt an der Sache ſelbſt gearbeitet hatte, fand ich vo: Stanſchaffen. zu unter denen eines derer allerſimpelſten begriffen, welches auch würcklich debauetene werden kan, ſo bald nehmlich die in der an der L. Frauen⸗Bruͤcke Henhelt 400Machine befindlichen Plomp⸗Wercke, in ihren Standt der Vollkommel 0 0l worden ſeyn. Wie nun aber der Fortgang dieſes erſten Entwure,üͤsgang des andern beruhet; So veranlaſſet mich hierbey auch die Volohne die Sache weiter als ein Geheimnuͤß zu tractiren, ſo lange nochmeine neuen Abſichten an den Tag gebe, biß der Ausgang dasjenigwird, was ich in dem vorher gegangenen Capitul angefuͤhret habe: D ieſchen mein Nachſinnen hieruͤber, auf den Gedancken einer neuen, We ak, 0bermittelſt derſelben das Gewaͤſſer eines Abfalls, ſo hoch uͤber deſſen

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