IV. Capit. Von der Entdeckung u. Fortleit. des Waſſers.ler
ſchiedes, der ſt in der Schwere vom verſchiedenen Waſſer, jedoch nach gleichemwahlt, herfüerhch. Er füget annoch hinzu, daß man nach verſchiedenen Experi-Saen keine gefunden habe, die beſſer von ſtatten giengen, als die Auflösung derelle, maſſen dasjenige Waſſer, welche dieſelbe leichtlich erweichet, und davonbn wei wird, wie Milch, viel leichter und beſſer ſey, als dasjenige, in welchem10 die Seife nur ſo in kleinen weiſſen Stuͤckgen aufloͤſet, die hernach in dem Waſſerß herumſchtoimmen. 0 14 705gene; Diejenigen Quellen, welche aus dem Grunde derer Thaͤler entſpringen, ſeyndgleiniglich ſchwer, geſaltzen, laulicht und unangenehm, woferne ſie nicht anders0 ergen herkommen. Diejenigen, welche man in der Kreide antrifft, ſeynd ebenwenig von guten Geſchmack. Die aus dem leichten Staub⸗Sande herauskom-10 ſeynd gemeiniglich moraſtig, kothig und unangenehm; Hergegen diejenigen,de aus dem harten e Kieß und rothen Geſtein entſpringen, um ſo reicher,on ſehr guten Qualitaͤten. 7.0. 95 955 el Wen man viel Waſſer verlanget, ſo graͤbet man in daſſelbe Erd⸗ 1 was Art dash, alwo man deſſen vermuthet, kleine Gruben oder Brunnen, die 27. biß 30. 91 erhuhe weit von einander entfernet ſeynd, und verbindet ſie aneinander durch Leit⸗ aͤben
1 len.hl en, welche das hervordringende Gewaͤſſer auffangen, und ſolches gegen den Ort in verſammlen
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leiten, allwo man ſolches hin verlanget. Ehe man aber dieſe Arbeit anfaͤnget,nerſüchet man vorher den Ort mit der Waſſer⸗Wage, um von dem 0ktiren, welchen das Erdreich von Natur geben kan, oder auch, um dem Bo 15181 eit⸗Grabens den noͤthigen Abhang zu geben. Man obſerviret hierbey, ſo vie
in mer ſeyn kan in dergleichen Waſſer⸗ Leitungen ſich nahe an die Berge zu hal-
weilen das Maſſer, das von denenſelben herkommt, an Menge uͤberhaͤuft undnd iſt: Man ach aber wohl in acht nehmen, wenn man in die Tiefe graͤbet,
10 man nicht die Tufſtein oder Thon⸗Schichten, als welche kein Waſſer tiefer hin-
fdringen laſſen, durchſteche und aushebe, maſſen man ſonſten leicht um alles Waſſer
nnmen koͤnte. Man muß groſſe Vorſicht darbey anwenden, wofern man anders
aht unnütze Wercke machen wil, wovon ich aber hier nichts anführen wil, maſſen
hu leine Praxis einen davon mehr lehren kan, als alle die Unterweiſungen, die ich
5 a ˖ ˖ aſe Ti Errichtung desiger. 1364. Nachdeme man nun den Leit⸗Graben auf eine gemaͤſe Tiefe verfer⸗ htung
id z dem Erdreich zur Seiten eine ihrer Qualität proportionirte Boͤſchung gegeben, ſeewernen Kanals,
8: a iner gocäſſi- welcher zu Auffan-gen 80 Abhang des Grundes im Graben wohl eingerichtet, auch von einer gefäͤlli⸗ welch f
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. i gung und Fortlei-wiſchen⸗Weite zur andern, ſowohl auf der rechten, als lincken Seite noch an⸗ tung des Quell-
bre N 5* 7 5 2 7 b d⸗ 8 5eben⸗Graͤ er Form faſt wie eine Gaͤnſe⸗Pfote angeleget und beygeord⸗ Gewaͤſſers dienet,a hat, an, 1 Waſſer ee zu ſammlen, als man nur kan. So legt manaul den Grund des Leit⸗Grabens eine Schicht Thon oder Waſſer⸗ Letten, der wohlilſenander geſchlagen werden muß, alsdann errichtet man ein ſteinernes Gemaͤuer,ber deutlicher, zwey kleine Mauern, die aus trocken aufeinander gelegten SteinenGeben, einen Schuh zur Dicke, und 18. Zoll zur Hoͤhe haben, und längst an denendeten des Grabens hinlaufen, um auf ſolche Art einen kleinen Canal zu formiren,10 u, wo der Leit⸗Graben ſeinen Anfang nimmt, 8. biß 9. Zoll breit iſt, hergegenalben dem Maaß immer in etwas mehr und mehr ae Waſſers zan 1ung in die Länge hinaus ziehet, und die Menge 5 gnanbet keines—.— 15 eines ſeiner Willkuͤhr, dieſen 14 ſo nit Senn ober 15in detwan verlangen moͤchte, aus Urſach, weilen, da er zuletzt mit Ta e Brei 1u Stemmen bedecket wird, welche auf ihren Pfeilern zum e geen Tafelnu ber ollen aufliegen muͤſſen, man nicht allezeit Gelegenheit hat 5 1 denen Uferndöbekommen, die breit genug ſeynd. Auf ſolche Art nun, 90 1 Wide anait eiten zieſes Canals heraus dringende Waſſer, nirgend e1 ſo gehet es durch die Fugen des ſteinernen Gemaͤuers hindurch, Hhmalskzch im Leit⸗Graben. Auf die Tafeln oder platten Steine leget Ne 19 75 mababeſtochenen Raſen, und zwar verkehrt, um dadurch zu verhin aug öl, 018Ar auf die letzte die Graͤben mit der ausgeworffenen Erde wieder ausfülle 5 0in doren Grund fallen könne. Ein guter Werck⸗Meiſer nebſt ſemem 5 1nen in einem Tage an einem ſolchen ſteinernen Canal eine Lange von 7. biß 8. Tolſen
heſohs⸗ſchußzigten Ruthen zu Stand bringen, wo ſie anders mit denen hierzu gehoͤ-
aterialien wohl verſehen ſeynd. 7 i a0 fin der os 1365. Es iſt hierbey auch dieſes annoch in 0 1 daß 5 i 100 aflige* Weite von 50. zu 0. Toiſen, Puiſarden oder Feg⸗ Gru ee wee che dem Grunde deri, bitlic nichts anders als kleine Brunnen ſeynd, die im Diameter 3. Fuß weit, und Waser Leitung,
biß 6. Fuß tief gegraben werden, und zwar vom Grunde der Waſſer⸗ Leitung. Puilarden oder
n 5 5 ö gerech-