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Erster Theil. Die Kunst, das Gewässer zu denen verschiedentlichen Nothwendigkeiten des menschlichen Lebens zu leiten, in die Höhe zu bringen, und vortheilhaftig anzuwenden.
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8 Waſſer⸗Bau⸗Kunſt. Vierdtes Buch.

Feg⸗Gruben anle gerechnet. Dieſe Gruben ſeynd nun zu nichts anders gewiedmet, als daß ſie 19940 ae rat Sand und den Schlamm auffangen, welchen das Gewaͤſſer mit ſich fuͤhret. 15erhallenn halben ſie auch mit einem guten Mauerwerck von gebackenen Steinen ausgeflgund dieſes wieder mit einer Schicht von guten Waſſer⸗Letten umfaſſet werden 15damit ſich kein Waſſer daſelbſt verliehre, und ſolches vielmehr, weilen dieſe men

beſtaͤndig mit Waſſer angefuͤllet ſeyn muͤſſen, in dem naͤchſtfolgenden Canal ſelfernern Ablauf nehmen koͤnne. de be-Dieſe Puilarden oder Feg⸗Gruben ſeynd oben gewoͤlbet, und mit Erde gdecket. Und weilen ſie des Jahrs uͤber zweymahl ausgefeget werden muͤſſen, ſo iteUrſach deſſen, daß man ſie alſobald wieder zu finden wiſſe, unumgaͤnglich noͤthig, lbſelben mit Marckſteinen zu verſehen, an denen die Wappen ihrer Eigenthuͤmer bef 0

lich ſeynd, und uͤberdem muß man auch noch einen accuraten Grundriß habe/welchem der Lauf der gantzen Waſſer⸗Leitung aufs genaueſte angezeiget iſt. 0Man muß auch mit aller Sorgfalt dahin bedacht ſeyn, und auf keine deltzugeben, daß man laͤngſt dem Wege hin, den die Canale nehmen, etwan noch aui,Brunnen grabe, die gar leichtlich das Waſſer aus denen Canaͤlen an ſich ziehen 0ten, und daß man in dieſer Gegend herum auch keinen Pflantz⸗Garten anlege 0ſen ſonſt darbey zu befürchten, daß mit der Zeit die Wurtzeln biß an die Waſſe ah

tung fortlaufen, die ſteinernen Canaͤle durchbrechen, und alſo verurſachen moch

daß das Waſſer in andere fremde Canaͤle durchdringen muͤßte.

Nachdeme man 8. 1366. Machdeme man nun dasjenige Erdreich, welches Wa er ac3. auf gemeldete Art durchgraben hat; ſo bedienet man ſich alsdann derer Nhe, 1ben hat, als die mit Huͤlffe dererſelben die Waſſer⸗Leitung biß an demjenigen Ort fortzuführen gDurchſickerungen man verlanget, daß ſich das Waſſer hin begeben ſoll. Dieſes kan nun ſchlahehedes Waſſers rei, geſchehen, entweder mit hoͤlzernen oder gebrandten Roͤhren, woferne man un 11

cen, oſühret man gens kein Thal, oder ſonderliche Anhoͤhe, ſondern nur gemaͤßigte Abhaͤnge und 0

die Waſſer Les Anhoͤhen antrift, laͤngſt denen das Waſſer nicht Gewalt genug hat, ſolche Me von Roͤhren in die Gefahr zu ſetzen, daß 1 5 berſen. Wibeenf 1muͤßte man ſich gegoſſener eiſener Roͤhren bedienen, und mit ſolchen den uͤbrigen 1

der Waſſer⸗Leitung folgends zu Stand bringen, oder ſolche nur an denenjenigelten gebrauchen, die dergleichen ſtarcke Roͤhren unumgaͤnglich erfordern. 110Wie hoͤltzerne§. 1367. Zur Verfertigung derer hoͤltzernen Roͤhre ienet man ſich dyeRoͤhren zu 11 0 Baum⸗Staͤmme von denen Eichen, Aim⸗ Bäumen oder S en 0chen. längſten und dickſten, die man nur antreffen kan, ſo daß, nachdeme ein och ihſie durchgebohret worden, deſſen Diameter von einer ſolchen Groͤſſe iſt, diebenen Menge Waſſer zukommt, welche durch die Rohre hindurch lauffen ſoll, die egder Roͤhre wenigſtens noch einen guten Zoll ſtarck bleibe, ohne die Rinde und 1 belgenandten Spint oder Splint,(welches noch eine zarte Haut oder Rinde zwischenauſſern groben und dem eigentlichen Holte iſt) mit zu rechnen. Man dur ldieſe Baum⸗Staͤmme auf eben die Art, wie die Wagner ihre Naben zu durehengſpflegen, und faͤngt mit einem kleinen Diameter an, den man nach und na 900

mehr und mehr vergroͤſſert, indeme man ſich darbey immer anderer Bohrer bangſern Calibern bedienet. Ein einiger Werckmann kan in einem Tage, durch en olmen⸗ oder Erlen⸗Holtz, ein Loch von zwey Zollen im Diameter, auf eine Aan

6. Loiſen oder 36. Fußen durchbohren, durch das Eichen⸗Holtz aber nur eine

von 1. 1 55 80 a f 1 glbBey der Zuſammenfuͤgung derer hoͤltzernen Roͤhren, verfaͤhret man dueMan ſpitzet das eine Ende der Roͤhre zu 12 e die 9 des aAich l El Endes, damit ſie auf eine gebuͤhrende Tiefe in einander geſchliefet werden%i apik. wie ſolches im zweyten Buche, zweyten Eapitul, auf der fuͤnften Kupfer⸗ Tab 0Figuren zu erſehen. Zu noch mehrerer Feſtigkeit, muß man dasjenige Ende der 115in welches das Ende der andern Roͤhre eingeſchliefet wird, mit Eiſen umfaſſen 15Und damit das Waſſer bey dem Einſchlief nicht durchdringen koͤnne, beſtrei 5ſie mit einer kalten Kitte. Dieſe beſtehet aus einer Compoſition, da Schafe 5

mit Ziegel⸗Mehl in einem Moͤrſer ſo lang untereinander geſtoſſen wird, bi lcweiche Ballen daraus machen laſſen, wie das Wachs i deſſen ſich die Sies ueber bedienen. Und wann ſich Spalten oder Riſſe herfuͤrthun, zu denen das 0herausdringet; ſo treibet man hoͤltzerne Keile hinein, die mit Hanf umwundemit dergleichen Kitte beſtrichen ſeynd. eh

1 4*„ 2 0Wie irdene Roͤh⸗ ö. 1368. Die beſten irdenen Roͤhren werden zu Savigny Ae 11 breauchW᷑

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ken iugebrauchen. Beauvais. Sie ſeynd gemeiniglich 2. Fuß lang, und ſchli i dietvais. gemein„ ieffen ſich iZoll tief ineinander. Ihre Muͤndung im gchten haͤlt 0 gel. cg

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