14 Waſſer⸗Bau⸗Kunſt. Vierdtes Buch.
Von der Art und F. 1378. Denen Werck⸗Leuten faͤllt es freylich viel bequemer, einen aWeiſe, wie das oder Leit⸗Graben beſtaͤndig, horizontal oder Waag⸗ recht fortzufuͤhren, als wageEu 10 ſich mit nach dem Gefaͤll oder ſchraͤgen Abhang richten muͤſſen, welchen man 1 otnen eim uführen. nal geben will. Man kan ſie alſo gar füglich beſtändig nach der Dley⸗ Waagearbeiten laſſen, und das Gefaͤlle darbey Stuffen⸗ weiß einrichten: ich will ſo di 15gen, daß, wann verlangt wuͤrde, daß ein Leit⸗Graben oder Canal auf 100. fl2. Zoll Gefaͤll haben ſolle, man ſolchenfals von 50. zu 50. Toiſen nur um einen oyoder 12. Linien niedriger bauen, und alsdann den Boden des Canals vollig bon getal nach der Bley⸗Waage fortfuͤhren duͤrffe: wie man dann auch wuͤrcklich 6 0chen Aquæducten hat, die Stuffen⸗weiß eingerichtet ſind, als unter andern 15 01cueilſche Waſſer⸗Leitung, bey welcher von 200. zu 200. Toiſen jede Stuffe um e.,erniedriget iſt. b 7 1 8 heIch zeige allhier auch weiter nicht an, um wie viel eigentlich eine Quelle 1liegen muß, als der Ort, wo das Waſſer hingeleitet werden ſoll, zumalen, aueman ſich gezwungen ſiehet, mit Roͤhren die Leitung zu bewerckſtelligen, die un, 10gens uͤber Berg und Thal gehen, weilen es gantz unmoͤglich iſt, in ſolchen Fall 11
gemeine Regeln anzugeben. Man kan indeſſen jedennoch aus dem zweyten Capitel aBuches ſo viele ſowol theoretiſche als practiſche Exkaͤntniſſe herausziehen, als alanoͤthig ſeynd, um bey dergleichen Gelegenheiten ſich wohl zu verhalten. Ich to! 15noch ſo viel erinnern, daß, wenn man einmalen die Laſt der Waſſer⸗Leitung fi lltzet hat, man allezeit in der Ausuͤbung ſelbſt ſolche Roͤhren gebrauchen muß, di g
ter oder von einer groͤſſern Muͤndung ſeynd, als dieſenigen, auf welche man den
ſchlag berechnet hat.
Wie in denen Leitungen und Austheilungen des Waſſers uhdenen verſchiedenen Theilen einer Stadt Grund⸗gemaͤß zu
verfahren.8 5§. 1379. uaſteDer gantze Vor⸗ achdeme man das Waſſer aus denen Quellen und geit⸗Graͤhen in ſo arath von Waſſer Menge, als es moͤglich geweſen, nahe an eine Stadt hingeleitet hat; emuß in einem Ort man es in bleyernen Roͤhren weiter fuͤhren, um, wenn es anders ſeſ 1if dune e den gantzen Vorrath in ein Waſſer⸗Schloß zuſammen zu bringen, 1
ne General Aus, in Abſicht der gantzen Austheilung uberhaupt, ſo vortheilhaftig liegen muß, 00.
theilung zu ma, immer moͤglich ſeyn will, ſo daß die Kuffen, welche das Waſſer einnehmen, 0 15 1
chen. ſolchen Hoͤhe ſtehen, welche die Hoͤhe des Fuß⸗Bodens derer hoͤchſten OerStadt ſo viel noch bertriff, als ſichs nur will thun laſſen. Kommt nun das 1505aus verſchiedenen Waſſer⸗deitungen her; ſo gebuͤhret ſichs auch, daß eine jede m ageſondere Kuffe habe, damit man ſolche vor ſich allein viſiren oder eichen, ang gewahrnehmen, um wie viel ſie zu⸗ oder abgenommen, und ſolchergeſtalt auch ulgen von denen andern wohl unterſcheiden koͤnne, welche durch ſchleunige Verde flgen, die ihnen gar wohl begegnen koͤnnen, das Waſſer verliehren: da man frohdernfals, wann verſchiedene Leitungen in eine Kuffe zuſammen kaͤmen, die Fehn;hoͤchſt beſchwerliche Unterſuchungen nicht wuͤrde entdecken koͤnnen.* mltSorgfaͤltige Vor⸗ F. 1380. Wann ich ſage, es ſolle aller Vorrath vom Waſſer in eeſicht, das Waſſer zuſammen geleitet werden; ſo iſt jedoch zu mercken, daß dieſe Maxime nur ih, 10an ſo hohen Often ſtatt finde, wann die Quellen, aus denen dieſer Waſſer⸗Vorrath herkommt, eug d faſt gleich hoch liegen: denn, wann einige vorhanden waͤren, die weit hoher 1 0 hi,will. die uͤbrigen; ſo muͤſte man ſie auch in eine beſondere Kuffe leiten, damit man 1 Bugſer hohen Lage des Waſſers Nutzen ziehen, und daſſelbe von da aus nach denen 9nen hinleiten koͤnne, die bis in die entlegenſten Theile der gantzen Austheilung'“ander folgen moͤchten. icht 10Dieſe und dergleichen ſorgfaltige liekerlegungen ſeynd von groſſer Wuweshalben man dann auch, ehe man noch ſolche Wercke wuͤrcklich untern 101 1Nivellirungen oder Abmeſſungen mit der Waſſer Waage, gantz nicht ſe 00damit man ſich in allen Stüͤcken ſehr wohl vorſehe, und nachmals nicht lr ſeye 0zu bereuen, daß man mit allzugroſſer Uebereilung zur Sache ſelbſt geſchritde durch 15Wann aber das Waſſer nicht von Quellen herkommt, ſondern ü ldiMachine in die Hoͤhe getrieben wird, wuͤrde man ſolchenfals gar nicht zu 5 hochſngſeyn, wenn man darbey ſo nachlaͤßig geweſen waͤre, und das Waſſer n nueſteigen gebracht haͤtte, als noͤthig iſt, um in denen hoch liegenden Quartieren ale
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