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Erster Theil. Die Kunst, das Gewässer zu denen verschiedentlichen Nothwendigkeiten des menschlichen Lebens zu leiten, in die Höhe zu bringen, und vortheilhaftig anzuwenden.
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jngebauet ſeyn wurde, wann dieſe Beſchwerniß gehoben worden waͤre.

IV. Capit. Von der Entdeckung u Fortleit. des Waſſers. 15

anlegen zu koͤnnen ſolten ſolche auch wenig oder wohl gar nicht bewohnet ſeyn, maſſenan nicht ſowol allein auf den wuͤrcklichen Zuſtand derer Sachen zu ſehen, ſondernauf denjenigen, in welchen ſie mit der Zeit gerathen koͤnnen. Es kan in einer

groen Stadt gar wohl zu ſchulden kommen, daß ein anſehnliches Stuͤck Land vollig

nbebauet iſt, weilen es daſelbſt an Waſſer mangelt, und dasjenige Waſſer, welches

an aus Brunnen herauf ziehen koͤnte, nichts nutzet, da gegentheils dieſe Gegend bald

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Weilen ein Waſſer⸗Schloß, das zur volligen Austheilung des Waſſers ge-

diömet iſt, faſt einerley Beſchaffenheit haben muß, es komme das Waſſer aus Quel-

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en her, oder es werde durch Machinen in die Hohe getrieben, maſſen in dem einem,

ſcch in dem andern Fall, das in denen Steig oder Aufſat Röhren befindliche Waſſer

0 allezeit in die Waſſer⸗Kuffen ergieſſet; ſo will ich das Roͤhren Werck von dem

5 daſſer⸗Schloß zu einem Behyſpiel geben, welches zu der an der Bruͤcke Notre Dame

Wuüchen Waſſer⸗Machine gehoͤret, als von welcher faſt alle Brunnen in Pariß ihraſſer empfangen.

F. 1381. Im 1106, 1111, 1113. 8, allwo die Waſſer⸗Machine an der Beschreibung de-Nc Notre: Due beſchrieben worden, haben wir allbereit erinnert, daß die besfenth enenwiump⸗ Wercke das Waſſer in 4. Steig Roͤhren auf eine Hoͤhe von 81. Juſſen auf⸗ S loste, 9 55güte treiben, und daß im Jahr 1737. noch zw¾ey beſondere Neben⸗Wercke oder der Waſſer⸗ Ma,jule errichtet worden, um mit Huͤlffe dererſelben denen Maͤngeln derer alten Kuͤnſte cine gehöret, dieau, Nothfall alſobald vorzukommen. An ſtatt derer 4. erſten Steig oder Aufſatz⸗ an der Notre. Da-ehren, ſeynd deren vorjetzo alſo ſechs vorhanden, von denen man ſich, wenn es be⸗ me Bruͤcke zu Pa-Wa in Gedancken vorſtellen kan, als correſpondirten ſie mit ſo viel beſondern riß befindlich.

1 aſſer⸗Leitungen, die das Gewaͤſſer aus Quellen herbeybraͤchten. Betrachten wir ab. 2.denehro die erſte und andere Figur des zweyten Kupfer⸗Blatts; ſo finden wir daſelbſt Fig. 1. und 2.

liebt

Grund⸗Riß und den Durchſchnitt derer kaum gemeldeten Waſſer⸗Kuffen vor-

ageichnet. Sie ſtehen in dem oberſten Stockwerck des Thurns, und liegen alſo ohn-

hefehr uß hoͤher als der Fuß⸗Boden der Notre-Dame Bruͤcke. Von dari hal 125 Woſſer in dreyen groſſen oder weiten Roͤhren wiederum ſeinen Ablauf,welche durch die Straſſen unter dem Pfaaſter hinweg gehen, und bis in den Brun-di Heller reichen, allwo ſie zuſammen kommen, und wiederum von neuem gerad auf55 Hoͤhe ſteigen, auch ihr Gewiaͤſſer wieder in beſondere Kuffen ausgieſſen, aus denenſen ochmalen in verſchiedenen Roͤhren hernieder ſteiget, die ebenfalls unter dem Pfla-

r hinweggehen, und das Waſſer in berſchiedene Quartier oder Orte austheilen.und n Mit der Beſchreibung alſo den Anfang zu machen; ſo iſt zu wiſſen, daß A

d die Aufſatz⸗Roͤhren von denenjenigen beyden Equipagen oder Kunſten vor-

ö Me, welche mit dem Waſſer⸗ Rade der Machine correſpondiren, das an der

ags⸗Seite befindlich. C, iſt die Steig⸗ oder Aufſatz⸗Roͤhre von der einen ge-nuchten e D und E, die Aufſatz⸗Roͤhren von denen beyden Kuͤnſten,2 qu dem Waſſer⸗Rade auf der Mitternachts⸗Seite gehoͤren. P, iſt endlich dieüfſatz⸗Roöhre von der andern Neben⸗KunſttViere von dieſen Aufſatz Rohren ergieſſen ihr Gewaͤſſer in eine bleperne Kuffe,

ö 0 ſich in ihrer Form, nach denen Wänden G6, HII, richtet, und mit einer groſſen

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ſtckahl Löcher durchſtochen iſt, die im Diameter 2. Zoll weit ſeynd. An jedem Loche9 ein kleines Rohr 2 1 5 einen Zoll weit hervor raget, und am vordern Theilaas weiter iſt, als am dintern. Sie dienen eigentlich darzu, daß man durch ſſeſhaſren und ausmeſſen oder abeichen könne, wie viel die Machine giebet oder Waſſer

affen muß, maſſen der Waſſer⸗Guß von einem jedem ſolchem Rohr, oder diegeſege Waſßer, die zu einem ſolchen Rohr herauslaufft, vor einen Waſſer Jolbed Beet wird, wann nemlich der obere Theil dieſes Rohrs von der Ober Flacheun Waſſers um die Hoͤhe einer Linie uͤbertroffen oder deutlicher, eine Linie tiefmuter Waſſer ſtehet: ſo, daß, wenn man wüͤrcklich viſſeren oder eichen will, manderseine Anzahl von dieſen Löchern oder Röhren mit Zapffen verſſopffet und nundien ſo viel offen läſſet, als noͤthig iſt, das Waſſer in derjenigen Hohe zu unterhalten,0 aum vorher angezeiget haben: Und alsdann rechnet man guf ſo viel Waſſer-

e, als Löcher vorhanden, zu denen das Waſſer in vollen Guß herauslaufft.

Jo gene Die Oberſſäche des Waſſers in völſiger Ruhe zu erhalten, und daſſelbe umin Forer abzueichen, hat man in der Mitte der Kuffe eine Scheide⸗Wand KK,ſoweßm eines Borſehlags angeordnet, welche von eifernen Klammern 1 gleichſamStoß end gehalten oder getragen wird. Dieſe Scheide⸗Wand dienet blos, denStel desſenigen Waſſers aufzuhalten oder zu maͤßigen, welches die Aufſatz⸗ oderder A Nobren ausgieſſen, um dadurch zu verhindern daß es nicht ſo ſchwanckend

gleichſam mit Wellen gegen die leren Eich⸗Roͤhren anlauffen, mihi aß

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