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Erster Theil. Die Kunst, das Gewässer zu denen verschiedentlichen Nothwendigkeiten des menschlichen Lebens zu leiten, in die Höhe zu bringen, und vortheilhaftig anzuwenden.
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IV. Kapit. Von der Entdeckung u. Fortleit. des Waſſers. 19

ſcaſer⸗ Kuͤnſte bekommen, im Fall der Noth auch denen uͤbrigen Brunnen Waſſer ben, von denen die

dal können, welche ſonſt von der andern Waſſer⸗Kunſt unterhalten werden, und ing der enuch umgekehret. 5 8 beten an:

Deßgleſchen, wann man Waſſerguellen hätte, die aber zu der Unterhaltung wüßten dir Brun

dieler Brunnen nicht hinreichlich waͤren, wolte indeſſen jedennoch den Abgang an nen ihr Gewaͤſſer

0 kunnen gern erſetzen, und deshalben etwan eine Waſſer⸗Machine errichten laſſen; einander wechſels-

0 mußte man ebenfals die Einrichtung hierinnen ſo vorſichtig zu machen ſuchen, daß weiß mitlheilen

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Waſſer von denen Quellen auch zu denenjenigen Brunnen gelangen koͤnte, die konnen.

gemeiniglich von dem Fluß⸗Waſſer unterhalten wuͤrden, und dieſes ebenfals auch in

1 05 geleitet werden koͤnte. Durch ſolche kluge und weiſe Haushaltung wuͤrde man1 allen Theilen der Stadt Quell⸗Waſſer haben, wann der Wercklauf derer MachinenFroſt oder vom Anlauf des Waſſers unterbrochen wuͤrde; gleichermaſſen haͤtte100 auch uͤberall Fluß⸗Waſſer, fals etwan zu duͤrren und trockenen Zeiten die Quellen0 der Menge des Waſſers ſehr abgenommen haͤtten. Es iſt nicht zu laͤggnen, daße Brunnen insgeſamt ſolchenfals nicht ſo reichlich Waſſer geben koͤnnen, als gemei-

ch zu geſchehen pfleget: Es muß aber indeſſen dennoch allezeit dieſes das vornehm-

Abſehen ſeyn und bleiben, daß man, ſo viel immer moͤglich, zu verhindern ſuche,

ef 1 die Brunnen nicht etwan gar kein Waſſer haben. Hier erſehen wir den Haupt-

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and, an welchem gar ſehr viel gelegen, die Reſervoirs oder Sammel ⸗Kaſten de-Hironrainen ſo groß zu machen, als es nur moͤglich ſeyn will, damit man an derWade des Waſſers die Nacht hindurch, als auch des Tages uͤber, da nicht ſo vielaſſer verbraucht wird, etwas anſehnliches gewinne. 1 f389. Und eben dieſe Beſchaffenheit hat es zu Paris mit verſchiedenen Verſchiedene

I 8Funn, die ſo wohl das Waſſer aus dem Fluſſe, als auch das Waſſer aus denen Fontainen zu Pa-

ö 10 Eich⸗Kuffen in ſolchem Fall eingerichtet werden muͤſſen, ſo will ich diejenige als

Nelen von Arcueil empfangen können. Um nun auch noch zu zeigen, auf was Art 991 8 5 5 115

luß⸗W̃᷑ 8rempel anführen, die zu der Fontaine in der Franciſcaner Gaſſe gehoͤret, maſſen Fluß Waſſer

deſe eine von denen iſt, die am beſten eingerichtet ſeynd.

ie ſechſte und ſiebende Figur(Tab. 2.) ſtellen den Durchſchnitt und den Beſchreibung ei-guns Fiß dee eich gute 15 Sie iſt in zwey gleiche und einander voͤlig ahnliche edale AB CD E und EFH A abgetheilet, die durch eine Platte AE, als gleichſam dienlich.lch eine Scheide⸗Wand, von einander unterſchieden: Ein jeder Theil kan alſo Tab. 2.weine beſondere Eich⸗Kuffe angeſehen werden, deren Austheilungen aber jedennoch Fig. 6. 7.

der

Gkley ſeynd. Die erſte von ihnen empfaͤnget Quell⸗Waſſer, ſo von der Fontaine

in ſichel herkommt, die andere aber Fluß⸗Waſſer, das von der Fontaine S. Seve-A herkommt.

Ich will mich bey der erſten Eich⸗Kuffe nicht aufhalten, ſondern nur gleich Fig. 8.

1 der andern wenden, deren Aufriß im Perſpectiv durch die gte Figur vorgeſtellet

Mann erſiehet von ſelbſt, daß das Waſſer, das ſich aus der Steig⸗Roͤhre!

Lhieſſet, durch eine hohle Schied⸗Wand oder(von denen Franzoſen ſo genandte)

ndenette K L. V, der hefftigen Bewegung wegen gemaͤßiget wird, maſſen es erſt

U dieſer Schied⸗Wand weglauffen me ehe es durch die Eich⸗Roͤhren hindurch-

Fehl

ſen kan, die i and N Ob angebracht ſeynd: Alsdann ſtoͤſſet es nochmalen

ane ee beh.„Wand 0 Nes, wodurch es von neuem an seiner Bewe;

Eng nachlaͤſſet ehe es ſich in diejenigen Eich⸗Keſſel ergieſſet, welche der Raum IFHXV in ſich begreiffet, von daraus es dann, wie gewoͤhnlich weiter ausgetheilet

J er„Röhren nicht ſo gar ſehr zu uberhaͤuffen, iſt zudiſen, e Ve einer kleinen Anſteg⸗Bohre mitKuldenigen Eich Keſſel zuſtimmet, der der Abfalls⸗Röhre an ever den. dieſen Kich-

alen zugehöret. Laufft alſo ſolchenfalls das Quell⸗Waſſer ſo wohl wie das Fluß-aſſer in einerley Abfalls⸗Roͤhren herunter, und continuiret alsdann ſeinen Laufbwohl nach denen Orten, die denen Conceſſionairs gehören als auch nach denen

ingen Fontainen, die von dieſer unterhalten werden: Hat man alſo zufolge dieſerdie dichtung an zwehen Steig⸗Roöhren genug, die eine nehmlich vers Quell⸗Waſſer,dusendere bors Fluß⸗ Waſſer, deren Leitungen im Fall der Noth eine ver andernſch helfen kan, auch wohl beyde zugleich genutzet werden koͤnnen, wann man zu Loͤ-wäan eines Brandes, in ein Theil der Stadt ſo viel Waſſer hinleiten wil, als nur17 5 25 oͤffentliche Brunnen errichten will, muß man in An⸗ Vorſichten, ſob 1390. e an iche Bru 5 An Vorſichten,dane der 9 gar 6 15„Reguln nehmen, daß nehmlich ſolche allezeit die wohl n Obacht ukewatortheilhafftigſte ſey, vornehmlich muß man hierzu die alererhabenſten Herter iaͤhlen, die auf groſſe Gaſſen ſtoſſen, W ſolche von dem Ueberfluß des een fentliche Brun-2 gewaſche