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Erster Theil. Die Kunst, das Gewässer zu denen verschiedentlichen Nothwendigkeiten des menschlichen Lebens zu leiten, in die Höhe zu bringen, und vortheilhaftig anzuwenden.
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anlegen will.

20 Waſſer⸗Bau⸗Kunſt. Vierdtes Buch. 15

nen vortßeilhaſtg gewaſchen und gereiniget werden konnen, und daß die Waſſer⸗ Leitungen, dach

errichten und wohl dieſen Brunnen ausgehen, um noch mehrere dergleichen darvon zu unterhalten, ſo 1

abhangenden Flaͤchen folgen, die die Ablaſſung des Waſſers aus dieſen Brunnenleichtern, falls man ſie ausleeren will. 1 ud

Vaor allen andern aber muß das Gehaͤuß ſolcher Brunnen ſo bequemlich i 15raͤumlich ſeyn, daß die Arbeits⸗Leute allenthalben nach Verlangen zu denen Nahenkommen, und ſolche auszubeſſern, ohne dabey wo anders etwan Schaden anzurie 1Nimmt man dieſe Vorſicht nicht in Acht, ſo geſchiehet es offtmals, daß, wenn 0etwan eine von denen Roͤhren ausbeſſern will, die ſich von andern bedeckt bergman nothwendig gezwungen wird, dieſe letztern zu durchſchneiden, und folgliWerck zu vergröſſern, mithin auch den Lauf des Waſſers nach denen Orten, tung,von ihnen hingeleithet wird, auf einige Zeit zu unterbrechen. Es gebuͤhret ſich 0daß, wenn die Eich⸗Kuffen ſehr hoch ſtehen, man deren Boden wohl unterbaue/ 1die Laſt derer Abfalls⸗Roͤhren durch Spreitzen wohl unterſtuͤtze, die von 10. luFuſſen von einander abſtehen.

Wie die Eich ö. 1391. Es iſt nicht weniger viel daran gelegen, die Eich⸗Kuffen fein angKuffen zu denen und von einer ſchoͤnen Groͤſſe zu machen, damit deren Austheilungen mit aller il

Fontainen be- quemlichkeit geſchehen koͤnnen. Es iſt auch ſehr gut, wann man zugleich auch,ſchaffen ſeyn 95 darauf fiehet, daß, ohngeachtet derer Eich⸗Keſſel, in welche das Waſſer täglich hingelauffet, auch allezeit noch andere leere vorhanden ſeynd, deren man ſich im Fal

* it B 5 5 5 2 5.lachte gelbe Noth bedienen kan. In Anſehung dieſer Umſtaͤnde, wenn man eine Each ga

ſen, um das W

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durch welche dem Waſſer ſeine hefftige Bewegung benommen wird, muß 10N

leget, kan man ſolche nicht leicht groß genug machen, um in derſelben vielKeſſel zu gewinnen, falls man mehrern will Waſſer zukommen laſſen. aWann eine Fontaine mehrere andere mit Waſſer unterhalten ſoll, ſo uufman die Eich⸗Keſſel, die dasjenige Waſſer empfangen ſollen, das man ihnen 15zukommen laſſen, von einer anſehnlichen Groͤſſe machen, und durch ihre an Klam

. 2. 5 10hangende Schied⸗Waͤnde verſchiedene Locher durchbohren, ohngeachtet dererfenhg f

die eigentlich zum Eichen gewiedmet ſeynd, die man jedoch aber berſchloſſen hall,

ſich nur dererſelben bey ſolchen Gelegenheiten zu bedienen, da man dieſen Fonteſo viel Waſſer will zukommen laſſen, als ihre Leit⸗Roͤhren nur immer faſſen 0ö 0

es ſey nun im Fall eines Brandes, oder in dem Abſehen, im folgenden noch in ge 1W Brunnen anzuordnen, die ihr Waſſer von dem vorhergehenden bil“Men ſo en. i eee 38 5 5 0Die Eich⸗Waͤnde, in denen die Eich⸗Roͤhren angeordnet ſeyn, müſſeh

Kupffer und nicht von Bley gemacht ſeyn, um diejenigen Ungemächlichkeiten ane fgehen, die daraus entſtehen konnen, von denen dieſe die vornehmſte iſt, daß badebleyerne Eich⸗Waͤnde durchbohrte Eich⸗Loͤcher gar leicht von Arbeits⸗Leutel

mehr Waſſer zulaͤufft, als ihnen von Rechts wegen gehoͤret, um etwas verg oll

oder erweitert werden koͤnnen, maſſen ein Eich⸗Rohr von 16. Linien weite, gat han der Menge des Waſſers 20, bis 25. Pinten ausgeben kan, ohne daß nan gf f

mercklich ſpuͤhren ſolte, hergegen ſolche untreue Betruͤgereyen ſo leicht am Knicht begangen werden koͤnnen. 15 a ichWas diejenigen Hoͤhen anbelanget, welche man denen Theilen eine diKuffe geben muß, ſo iſt hiervon zu mercken, daß die Steig⸗Noͤhre vom WegeEich⸗Kuffe angerechnet, 14. Zoll hoch hervorſtehe. Die hohlſtehende Schied⸗ pg

kaum gedachten Boden angerechnet, 10. Zoll hoch ſeyn, die Hohe derer Eichſelbſt aber nur 8. Zoll. 1 Zoll h„die Hoͤhe derer E

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Niemahlen muß man das Waſſer aus einer offentlichen Eich⸗Kuffe,,andere uͤberleiten, es geſchehe dann durch Sch Nöſein„die mon derſch ee 1falls etwan an der Waſſer⸗Leitung einige Ausbeſſerungen vorzunehmen, ödeſolte: Worbey auch dieſes noch zu beobachten, daß uͤberhaupt dieſe beyde Eich⸗ bolzuſammen verbunden und mit einander Gemeinſchaft haben, und zwar durch de

Leit⸗Roͤhren 5 die das Waſſer dem Publico mittheilen, damit wehrender Gente

man ſich genoͤthiget ſiehet, den Lauf einer oder mehrerer Waſſer⸗Leitungen zu agenbrechen, dieſes Waſſer, das in dieſen Leitungen en 800 ſich in einen ab 5Sammel ⸗Kaſten ergieſſe, und auf ſolche Art nicht verlohren gehe. 10

„Was nun 0 diejenige Art und Weiſe anbelangt, wie und wo, 1nen Eich⸗Roͤhren in Anſehung der Hohe des Waſſers, das in der Eich⸗Kuffeſ alenthalten, am vortheilhafftigſten anzuordnen, um das Waſſer denenjenigen he midemſelben Antheil haben, genau und wohlbedaͤchtlich auszutheilen; o han ae

vorgeſetzet, dieſe Materie mit der moͤglichſt groͤſſeſten Schaͤrffe abzuhandeln/ 11

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ö 7auch von andern Perſonen, die etwas dadurch gewinnen, wann denen Concefigſe

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