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Erster Theil. Die Kunst, das Gewässer zu denen verschiedentlichen Nothwendigkeiten des menschlichen Lebens zu leiten, in die Höhe zu bringen, und vortheilhaftig anzuwenden.
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G den allerangenehmſten Anblick, und iſt anbey mi

V. Capit. Von Auszierung derer Gaͤrten. 43hung ihrer hell⸗weiſen Farbe, gegen die unterſchiedlichen Couleuren des Marmorsund der vergoldeten Bildhauer⸗Arbeit. f§. 1441. Man macht auch Waſſer⸗Boͤgen,(Berceaux deau) die man Beschreibung de-gemeiniglich in die Alleen eines Buſchwercks anzulegen pfleget. Man ordnet auf de⸗ rer Waſſe Boͤhen.hen beyden Linien oder Seiten laͤngſt denen Garten⸗Beeten verſchiedene kleine Roͤhrenqu, die auf groͤſſere und ſtaͤrckere Rohren zuſtimmen, und vermoͤge ihrer Neigung, aderaboliſche Waſſer⸗Strahlen kormiren, die einander von einer Seiten zur andernurchſchneiden, und auf ſolche Art gleichſam Bogen⸗Lauben formiren, unter denenman voͤllig durchweggehen kan, ohne daß man ſonderlich naß wird, wie zu Verſaillesin denen J. Alleen du Boſquet de PEtoile. ö8 1442. Wenn man das Roͤhrwerck von einer Waſſer⸗Leitung, bis an den Beſchreibnag de-untern Theil eines Baums fortlauffen 115 ſo kan man von daraus noch verſchiedene 15 Waſſer Bauandere Röhren anlegen, ſo daß ſie insgeſamt mit der ündungs⸗Rohre zuſimmen,:und ſich laͤngſt denen Aeſten in viele andere kleinere Zweige zertheilen, daß das Waſſerlun allen Seiten in Menge heraus ſpringe, welches im Gruͤnen wegen der Abwechſe-ung derer Farben einen charmanten Effeck thut. Und auf eben dieſe Weiſe hat manu Verſailles, mit vieler Kunſt, den Waſſer⸗Baum oder die gruͤne Eiche, mittenin dem Waſſer⸗Stuͤck, ſo der Moraſt genennet wird, angeordnet.. N§. 1443. Eine Caſcade wird entweder durch einen naturlichen oder durch Beschreibung de-Kunſt zugerichteken Waſſer⸗Fall kormiret. Sie kan nur in ſolchen Faͤllen angebracht rer Caleaden.werden, da man eine Anhoͤhe hat, auf deren obern Gipffel Waſſer vorhanden, mitwelchem man nach Gefallen difponiren kan. Wann das Waſſer aus einer reichenNuele herkommt, oder wann man daſſelbe aus einem Teiche oder aus einem Fluſſe,er etwan in der Naͤhe vorhanden waͤre, durch einen angelegten Canal herbey gelei-let haͤtte; ſo waͤre es ſolchenfalls eine naturliche Calcade, wie etwan diejenige beruͤhm-be Caſeade bey Tivoli, ſo vor ein Wunderwerck paßiret; herentgegen nennet mandiejenige eine kuͤnſtliche Caſcade, wann das Waſſer, das ſie ergieſſet, durch eine Ma.cine in die Hoͤhe getrieben wird, wie diejenige geweſen, die vormals hinter demOchloſſe zu Marly befindlich war, welche man vor etlichen Jahren eingeriſſen, ob ſieleich eine derer praͤchtigſten war. Die Calcaden werden mit ſteinernen oder marmor-iin Abſatzen angeordnet, die 10. bis 15. Fuß lang und eben ſo aufwärts 11 55nd, nichts anders, wie die Tritte einer Frey⸗Treppe. An denen Seiten ſind ſie. Mauerwerck gefaſſet, das gleichſam die Stelle derer Trage⸗Valcken vertritt.dale dieſe Stuffen⸗formigen Abſaͤtze werden nach ihrer Länge ausgehoͤhlet, damit ſieadurch Rande bekommen, an denen das ablauffende Waſſer anſchlagt, und gleich-am Welen wirft. Auf dem oberſten Gipffel der Caſeade befindet ſich ein balin⸗ wel-hes das Waſſer aus dreyen Rohren auffängt, von denen jede ſich an dem Rachenauer Macgue endiget, welche das Waſſer gleichſam ausſpehet, daher ſie auch denNahmen Waſſer⸗Speyer(Degueuleurs) erhalten. Die Caleaden ſelbſt ſtehen aberAlezeit an einer Mauer, wie die gemeinen Brunnen, und das Waſſer, ehe es in dasalſin fallt, wird von dreyen groſſen Muſcheln aufgefangen, und werden auf ſolcheet wieder 3. beſondere niedrigere Waſſer⸗Faͤlle formiret, deren Waſſer alsdann dieAlige Caſcade von oben bis unten durchlauffet, und ſich alſo Stuffen⸗ weiß von der

Hohe 0 2 1

ohe herabſtuͤrtzet. r u Von de

d Die gar verſchiedentliche Caleaden, ſo zu Verſailles zu ſehen 7 will Von denen Ca-ip gan und 90 ann Sale derten Kan aber dennoch die zn st. oud Garten eennicht unberuͤhret laſſen. Sie befindet ſich in dem Garten dieſes Schloſſes, mitten Gail SS esauxſdeinem Holte, an einem abhangenden lifer, welches daſalbſt bono dem dein Ftuß

10 in die da kley Art ſpielende Gewaſſer formiret da-f der aber men Miba 1 f an l einer groſſen Anzahl anderer

aht begleitet, die zuuſammen eines derer allerſchönſten Stücke ausmachen, das nochmahlen von dieſer Ark zu Stande kommen.„„ 75 1955 auch 15 Secur eine ſehr ſchoͤne Caſcade, die 115 15 verſchiede-nan andern trefüch in die Augen falenden Sachen verſehen iſt„ wodut 9 Anblickalch Bewunderungs⸗wurdiger gemacht wird vornemlich au ſo erhabenen Orte,didg diefer Garten befindlich, ha man nichts weniger als dieſes vermuthen ſolte, daßwebt Kunſt⸗Gewaͤſſer in ſo groſſen Ueberftuß zu ſehen wären 5 5 alles zuſam-

Ct a0 groſſes Ballin ergieſſet, in deſſen Mitte ſich auch ein ner Waſſer-g b

efindet. f f N.8 5 e Caſcaden oder Waſſer⸗Faͤlle ſehr hoch ſeynd, ſo ordnet Wann die Ca.n in 555 Witt, auen Rahe, Plag an, und begleitet denſelben allda mit Sees ſcaden ſchr dochtern(Tritons) Delphins und aber Figuren, die Waſſer unſpaken 1 ſo machs

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