V. Capit. Von Auszierung derer Gaͤrten. 57!!!: pp
5 Weilen dieſe und dergleichen Aufgaben von denenjenigen leichtlich koͤnnenaufgeloͤſet werden, die nur die erſten Anfangs⸗Gruͤnde der Geometrie verſtehen, ſomag ich mich weiter darbey nicht aufhalten, noch mehrere ſolche Exempel anzufuͤhren.
an bedienet ſich uͤbrigens bey einer oder auch mehrern Haupt⸗Waſſer⸗Leitungenderer Anſtich⸗Roͤhren in vielen Faͤlen auf gar nützliche und vortheilhaftige Art, fallsman denen verſchiedenen ſpringenden Strahlen, die man etwan anzuordnen willens,
ihr gewiedmetes Waſſer austheilen will, ohne darbey noͤthig zu haben, das Waſſer
unmittelbar aus dem Sammel⸗Kaſten deßhalben beſonders herzuleiten, wodurch ſon-en die Anzahl derer Leit⸗Roͤhren gewaltig vermehret werden wurde, mit denen mandoch ſo rathſam zu Werck gehen muß, als es ſich nur immer will thun laſſen.
„. 1478. Wann man Waſſer⸗Behaͤlter hat, die ſehr hoch erbauet ſtehen, Es giebt Fäͤle,ſo gibt man nicht allezeit denen ſpringenden Waſſer⸗Strahlen die Hoͤhe, die ſie ſon r.Eteveh. erreichen konten, maſſen man zuweilen viel lieber hat, wann ſie an der lern die Hohen
kärcke deſto anſehnlicher, und der Hoͤhe nach nicht ſo hoch ſteigen, zumalen, wenn Fleiß nicht giebet,man Waſſer⸗Garben, Waſſer⸗Schwaͤmme, und Waſſer⸗Boullions formiren die ſie ſonſt garwill. Deshalben verringert man in ſolchen Faͤlen den Diameter oder die Muͤndung wobl erreichendererjemgen Leit⸗Roͤhren, die auf dieſe ſpringende Waſſer zuſtimmen, und vergroͤſſert konten.
Dorgegen den Diameter der Guß⸗Muͤndung an denen Spring⸗Boͤhren, um ſolchen-
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falls mit Fleiß von derjenigen Proportion abzugehen, die dieſe kaum gedachten Stucke
onſt natuͤrlicher Weiſe unter ſich haben koͤnten, oder man kan auch, nach dem 532. g.
nur eine ſolche gewiſſe Menge Waſſer in das Leit⸗Roͤhrwerck einlauffen laſſen,
aten die 1 der Hoͤhe des Waſſer⸗Strahls gehoͤrige Waſſer⸗Laſt gewonnen oderalten wird. 5
8. 1479. Wann das Waſſer aus einem Sammel⸗Kaſten voͤllig perpendi. Von denen S ßere;eulair oder lothrecht, oder auch nur laͤngſt einem ſehr gaͤhen Abhang herniederſteiget, Gruben dauer,nemlich in dem Abfalls⸗Roͤhrwerck. So iſt es ſehr gut, wann man an dem unterm ſer aus denen kalTheil der Waſſer⸗Leitung einen Lufe⸗ oder Sperr ⸗HHahn anordnet, welcher alsdann Rohren in dieſel-deoͤfnet werden muß, wenn man das Waſſer in Lauf bringen will, damit die Luft, den ablaſſen zueren Stelle das herbeykommende Waſſer einnimmt, alſobald ihren Ausgang nehmen konnen, und Lüff,an, maſſen ſonſt gar leicht Schaden entſtehen und das Roͤhrwerck zerberſten koͤnte, ie eenann ſonſt keine andere Oefnung zum Ausgang der Lufft vorhanden ſeyn ſolte, als ehen ſowol auchlos allein die Guß⸗Muͤndung am Spring⸗Rohr. Man muß auch an denen bequem⸗ die Waſſer⸗Oeitnn-en Orten Gruben oder Brunnen, die zur Vorſicht leer bleiben, und Sperr⸗Haͤhne gen zur Luſt verſe.anordnen, damit man die Leit⸗Roͤhren ablaſſen kan, wann es noͤthig ſeyn ſolte. Deß⸗ ben werden müſ-Aeichen hat man auch dahin zu ſehen, daß man an denen Orten, wo die Leit⸗Roͤhren ſen.inckel formiren, wie auch an denen Orten derer Anhöhen, Luͤfftungs⸗Haͤhne an-bringe, damit die Lufft, welche das Waſſer in die Leit⸗Roͤhren mit einfuͤhret, einenrehen Ausgang haben moge. Das einige habe ich noch zu berühren, daß die Leit-Roͤhren unter denen Gaͤngen oder Alleen, und niemalen unter denen Garten⸗Stuͤ-cken weggehen muͤſſen, weilen dieſen letztern gar leicht durch die ohngefehr vorfallende
nöͤthige Ausbeſſerungen des Roͤhrwercks, Schaden geſchehen kan.
i. de nahe bey einem Garten ein Fluß vorbey In vielen FallenHuffet 0 e c e beben viel lieber, und treibet das Wafer 1Waſſer aus demſelben vermittelſt einer Machine in einen Sammel⸗Kaſten in die Hö, tem nicht ſo gern,de, und laͤſſet es alsdann im Garten ſpringen. Man braucht auch ſolchenfals die als das Waſſer,ver chiedentlichen Quellen, die da herum allenfalls hoch genug lagen, gantz und gar das durch acht,
nicht mit ſo groſſen Koſten herbeyzuleiten, um etwan eben dasſenige auszufuͤhren, was nen in die Höhe
m vori it bequeme u kan, wiewolen es auch auf dieſe koſtbare Art getrieben wird.gar fan gesch. Pat e e Machine, ſo kan man den Sammel ⸗Kaſtenhoch erbauen, als es einem beliebet oder es vor nöthig erachtet wird. Man genieſ-0 darbey des Vortheils, daß man, ſo zu ſagen, die Quelle in dem Seinigen einge-offen beſitzet, und darf nicht befürchten, den Lauf des e wegen der Bos-eit derer Bauern unterbrochen zu ſehen, als welche oͤfters die Roͤhren mit Fleiß zer-mamen, um nur ihrem Herrn Aergerniß und Verdruß zu erwecken. Ueberdem machtdian ſich auch mehrentheils durch das fremde Waſſer verbindlich, daß man nothwen-Wie Eigenthümer dererjenigen Ländereyen ſchadloß alten maß, durch welche dieaſſer⸗Leitungen durchgehen, giebt auch zum oͤftern Gelegenheit an die Hand, daß
wan mit andern Herrn Streit bekommt, als welche gemeiniglich vorgeben oder vor-
enden, es gehöre dieſes Waſſer nicht einem 1 ſondern ſie haͤtten auch Aube