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Zweyter Theil. Die Kunst, das Gewässer des Meeres und der Flüsse zum Vortheil der Vertheidigung der Festungen, des Handels und des Ackerbaues anzuwenden.
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Vorrede.Werk kann niemals zu ſehr bearbeitet werden; aber dann iſt daſſelbe es erſt, wennes nur wenig bearbeitet zu ſeyn ſcheinet.

Wir wuͤrden wider die Erkenntlichkeit verſtoßen, wenn wir nicht bekanntmachten, daß wir die ſchoͤnſten Riſſe von Duͤnkirchen, die wir hier geben, demHrn. de Segent, ehemaligen Ober⸗ Ingenieur allda zu danken haben, welcher ſichdieſen Platz, bevor er geſchleift ward, aufs genaueſte bekannt gemacht hatte, nichtweniger auch die Werke, welche im Jahr 1714. zu Mardyck angelegt wurden. Schonvon damals an hat er uns mit ſeiner Gewogenheit beehrt, und zur Foͤrderung die-ſes Werks großen Vorſchub gethan. Ein gleiches ruͤhmen wir von dem Hrn. deCaux, Ober⸗ Ingenieur zu Cherbourg, welcher uns mit ſeinen Einſichten behuͤlf-lich geweſen, wie man ſolches bey vielen Stellen, wo ſeiner Erwaͤhnung geſchiehterkennen wird. 285

Ob wir nun gleich alles moͤgliche gethan, und nichts vernachlaͤßiget, waszur Vollkommenheit dieſes Werks dienen konnte, ſo ſchmeicheln wir uns doch nichtzu glauben, daß der Erfolg dem eiferigen Beſtreben, womit wir es unternommen,

an Groͤße beykommen koͤnne; und wir wuͤrden unſere Muͤhe bey einer ſo ſchweren Ar-beit fuͤr reichlich vergolten halten, wenn ſie, nachdem wir die Bahn geoͤfnet, einenandern bewegen koͤnnte, etwas vollkommeneres zu liefern. Unſer einziger Endzweckiſt das Beſte des Staats geweſen: wenn alſo nur dieſer erreicht wird, ſo iſts gleich-viel, durch wen ſolches geſchehe. Das Verdienſt, etwas hierzu beyzutragen, ſoll-te bey rechtſchaffenen Staatsbuͤrgern bloß einen nacheiferenden Neid erregen: dennwer wollte ſich von einem Neide, der keinen ſo lautern Beweggrund haͤtte, ruͤhrenlaſſen 2 Es iſt eine Schwachheit, ſeme Schriften mit allzu groſſem Wohlgefallenanzuſehen; und es iſt auch nicht weniger eine, ſich das abguͤnſtige Urtheil derer, dienur nach Parteylichkeit handeln, zu ſehr ſchmerzen zu laſſen. Wenn das Buch gutiſt, ſo verderbt ihre uͤble Geſinnung keineswegs die gute Meynung, welche anderebilligere Perſonen davon gefaßt haben; und wofern das Buch mittelmaͤßig iſt, ſowird deſſen Schickſal nicht lange Zeit zweifelhaft bleiben, und der Verleger wird

ſolches zuerſt gewahr werden. Welcherley Abſicht nun auch diejenigen, die dieſes

Zuch ohne Nachſicht pruͤfen wollen, etwa haben moͤchten, ſo werden wir ihnen dochfür die kluge Beurtheilung deſſelben verbunden ſeyn, in Hoffnung, daß ſie einen Un-kerſcheid zwiſchen dem, was der Sache, und dem, was dem Verfaſſer zum Beſtengereichet, machen werden: denn ſein eigenes Beſte wird er, ohne alle Widerrede,der Liebe zur Wahrheit aufopfern. Daß er ſolches aufrichtig meynet, wird er ih-nen dadurch zeigen, daß er alle fuͤr noͤthig erachtete Verbeſſerungen und Zuſaͤtze,nicht nur zu dieſem zweyten, ſondern auch zum erſten Theile, welcher ihrer aller-

ings an manchen Stellen bedarf, in einem beſondern kleinen Tractate zuſammen

eraus geben wird. Was die Fehler, die etwa im Drucke gemacht worden ſeynmoͤchten, betrift, ſo hoffen wir, daß ihrer nur wenig ſeyn werden, da wir alle Boͤ-gen, unter waͤhrendem Drucke, mit vieler Sorgfalt nachgeleſen haben.

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