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Eeſtes Kapitel. Nachricht von Dünkirchen. 15
kam, und am 27 Apr. in ſeinem 52 Jahre ſtarb. Er wurde durchgaͤngig, aber am
1 2 dom Koͤnige bedauret, well Se. Majeſt. ſeinen ganzen Werth und die Groͤße
zerluſts vollkoͤmmlich einſah.
war Dieſer beruͤhmte Seeheld, der im Weltmeere einen ſo großen Ruff erlangt hatte,ihn dane Duͤnkirchen gebuͤrtia. Sein Vater, der ebenfalls ein Seemann war, ließ
langs Seeweſen lernen. Von ſeiner zarten Jugend an, war er in Holland, wo erKeie Zelt auf der See herum ſchwebte. Als aber Frankreich den Hollaͤndern denlan 8 kündigte, ſo wolſte der junge Bart nicht wider ſeinen Herrn und ſein Vater-
Muth unen, und kam daher wieder nach Duͤnkirchen, wo er bey Capereyen ſo großen
fat d ſo viel Vorzuͤgliches blicken ließ„daß er Lieutenant einer Fregatte, und ei-Wage hernach, Capitain wurde. Der Koͤnig, weil er auf den Ruff ſeiner ſchoͤnenKrie 10 faufmerkſam geworden war, machte ihn im Jahr 1678, zum Leutenant eines 50te ibn ſchiffes, und 1689. zum Capitaͤn; verliehe ihm 1694. den Adelsſtand, und mach⸗ 5große; en lich 1697. zum Oberbefehlshaber einer Eſcadre in Norden. Er beſaß einekeit. Gabigkeit, einen richtigen und gruͤndlichen Verſtand, eine ſtets gleiche Tapfer-ſchlieſ Er war maͤßig, wachſam, activ, unerſchrocken, und eben ſo hurtig im Ent-gelt ale C als gelaßen in Ertheilüng ſeiner Befehle bey den Gefechten, wo er jeder,fas An dabey noͤthige Gegenwart des Geiſtes blicken ließ. Seine Beſcheidenheit ſaheals er de Gleichgüleigkeit ahnlich, immaßen er die Lobſprüche eben ſo ſehr berachtete,wirkli derſelben würdig geachtet ward: ſo daß er dadurch deutliche Beweiſe von einemHandww, heldenmuͤthigen Character gab. Bey einer vollkommenen Kenntniß feinesfeinen 8775 war die Ausuͤbung deſſelben ſo ausnehmend daß er ſeine Erhoͤhung nur„ell Verdienſte und ſeiner Tapferkeit zu danken hatte..
70. Ob gleich der Tod des Hrn. Bart, in den der Feinde Frankreichs, Expedition derein„ de gleich der Tod des Hrn. Bart, in den Augen der Fein e Frankreichs, Erpeditio:
waeren Verluſt fuͤr dieſe Krone zu ſeyn ſcheinen mußte, und es das Anſehen id Sgdoch bad s wuͤrden ſie in Zukunft ruhiger au dem Ocean ſeyn koͤnnen; ſo ſahen ſie gern, welche die10; ald, daß ſie noch eben ſo furchtbare See, Officers vor ſich hatten. Im Jahr holländiſche Flot-fle, unn 22 Jun. lief der Caplkaͤn de St. Paul, mit 4 Kriegsschiffen von Oünkirchen te an der Inſel2
en that d verbrannte eine ganze hollaͤndiſche Flotte an der Inſel Hittand. Unterdeſ⸗ Hitkand in Brand
des Vater juͤngere Bart, ein Sohn des gerühmten Seehelden, welcher anfieng, in ſtecken.. Fußſtapfen zu treten, ein gleiches mit 40 Schiffen, welche ſich nahe an dasſich hieſeet hatten; und dieſes unter dem Musketen⸗Feuer des Schiffsvolks, welchesnter den Felſen am Ufer verſchanzet hatte. 2
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als gte, Die Duͤnkircher m ten faſt alle Tage Priſen vom Feinde, und es ſchien Der Marſchall de18 haͤtte ihr e e e 1 5 1 05 durch die im Jahr 1706. Shſtachen 825
Unfälle lederlage der franzoͤſiſchen Armee, bey Namillie, und die darauf folgende noch beſſerer Si-
ceidige unterbrochen wurde. Weil man nun bey ſolchen Umſtaͤnden mehr auf die Ver⸗ cherheit diefesdubg ng, als auf neue Eroberungen v mußte, ſo legte der Marſchall e 85 1
gemg 11 vor Duͤnkirchen ein verſchanztes Lager an, wozu er den Entwurf laͤngſt vorher 50 1 9
hatte, damit dieſem Platze auf keine Weiſe beyzukommen waͤre.
der. Mittlerweile da dieſe Verſchanzungen zu Stande gebracht wurden, ward Dergiitter de or;
Fuer de Forbin, welcher 5. des Orn Bart geweſen war nach dee der n din
cher er gen geſchickt, um eine Eſcadre von 8 Kriegsſchiffen zu commandiren, mit wel⸗ ichen ab, und
veladene 1 2 Jun. von der daſigen Rhede abgieng. Schon am 5 nahm er ſechs reich macht wichtigei Anb iffe weg; am 7 wieder eins mit zehen Kiſten voll Silbers. Am 2 Oct. Priſen vom Fein-
ſchiffen kuch des Tages, entdeckte er eine Flotte von 60 Kauffahrtey⸗ und 6 Kriegs de. agleich eoche letztere den erſtern zur Bedeckung dienten. Er griff ſie an, nahm ih-
dem f ich drey weg; wagte ſich ſodann an das Admiral⸗Schiff, welches, nach ei-
am Hr Dartnäckigen Treffen, ſich ſelbſt in die Luft ſprengte. Nach dieſer Expedition
8 100 Cecad orbin nach Dünkirchen zuruck. Am 21 May 170. lief er mit eben der-becs gin d
rentdieder aus, nach Norden, und nahm 30 Engliſche Schiffe weg. Dannander reſt ein, und gieng am 19 Oct. mit ſeiner Eſcadre von s Schiffen, zu welchen
2 1 ſendeckte unter dem Commando des Herrn duͤ Guay, ſtieſſen, wieder fort. Am
balgen, und eine engüiche Flotte von 130 Kauffahrtey Schiffen, die nach Liſſabon90 dae wd J Kriegs Schiff bey ſich hatten, deren Commendant 8s Canonen fuͤhr-
Saſedes 5er Schiff hatte ihrer eine gleiche Anzahl; das dritte 66, und die zwey Übri-
1„Dieſe Schiffe wurden aufs hitzigſte ange riffen, und thaten einen nichtchen Widerstand. f fs hitzigſte angegriffen,Nie gu
. Aber, nach einem hartnaͤckigen Gefechte, wurden ihrer dreyauch noch ein viertes, in welchem aber 5 waͤhrendem Treffen, ier2