16 Waſſer Baukunſt. Erſtes Buch.
licher Weiſe Feuer ausgekommen war: dieſes fuͤhrte Soldaten fuͤr den Konig von Por-gall. Mehr als 500 Mann ſtuͤrzten ſich ins Meer, dem Feuer zu entgehen: man ſuch-te es zu retten; aber es wurde gaͤnzlich von den Flammen verzehrt. Mehr als 1000Menſchen buͤßten dabey ihr Leben ein.
5 Nach dieſem Siege legte ſich Hr. de Forbin am 17 mit ſeiner Eſcadre und einengroßen Anzahl Kauffahrtey⸗ Schiffe, auf die Rhede von Breſt, und gieng ſodann nachN Duͤnkirchen, wo dieſelben abgetackelt wurden.
Zuruͤſtung einer 53. Im Anfange des Jahrs 1708. befahl der Koͤnig, eine Kriegsflotte vonDureh unter Schiffen zu Duͤnkirchen auszurüſten, in der Abſicht, den Prinzen don Wallis nachdem Commando Schottland uͤber zu fuͤhren. England, ſobald es hiervon Nachricht erhielt, ſchickte einedes Hen, de For⸗Flotte von 27 Schiffen aus, welche die franzoͤſiſche etliche Meilen von Edimburg an“bin, um 15 Prin⸗traf. Aber, ungeachtet der großen Ueberlegenheit der Feinde, und ihrer Bemuͤhung-lach E 1 ſich der Perſon des Prinzen zu bemaͤchtigen, rettete ihn dennoch Hr. de Forbin dur
über zu führen. ſeine große Klugheit und Geſchicklichkelt, von einer ſo augenſcheinlichen Gefahr und3 brachte ihn gluͤcklich nach Frankreich zuruͤck. Ein einziges Schiff, das ſich zwoͤlf Stun-
den lang wider s feindliche Schiffe gewehrt hatte, gieng dabey verlohren.
Der im Jahrryte. 54. Vom Jahr 1709. an, bis 1772. wurden verſchiedene Friedens⸗Unterhandeee lungen getrieben, wozu aber die Alliirten ſich nur unter gewiſſen Bedingungen, welcherfolgte Friede, Frankreich kein Gehoͤr geben konnte, verſtehen wollten; immaßen ſie ſich einer Reihunter der Bedin von Vortheilen uͤber dieſe Krone, dergleichen ſie noch niemals gehabt hatten, allzuſehrgung, daß der de, uͤberhoben. Aber die goͤttliche Vorſehung wußte ihnen Schranken zu ſetzen, welche di5 dan menſchliche Klugheit nicht vorherſehen konnte. Unter den Allürten zeigten ſich dieDänkirchen ge⸗Englaͤnder am meiſten zum Frieden geneigt; aber die ungluͤckliche Bedingung, unterſchleifer wer, welcher ſie ihn eingehen wollten, ſollte ſchlechterdings die Schleifung der Feſtungswerkeden ſollten. von Duͤnkirchen, ſowohl an der See- als Land⸗Seite ſeyn. Bevor wir von dieſertraurigen Begebenheit weiter reden, geben wir folgende Beſchreibung von dieſen 1ruffenen Platze, in dem Stande wie er ſich damals befand, und wie er werth iſt/ hochvon der Nachwelt bewundert zu werden.
Sweytes Dapitel.Beſchreibung der Stadt Dunkirchen, in dem Stande, worinnen ſie ſcchvor ihrer Schleifung befand; nebſt einer Pruͤfung der Ver,theidigung, zu der ſie dazumal faͤhig war.enn man von der See⸗Seite nach Duͤnkirchen kam, ſo entdeckte maldzuerſt, vornen vor den Daͤmmen der Einfahrt, die Schloͤſſer, le Verund de Bonne- Eſpérance genannt, und zwar erſteres gegen Oſten,r ere And das andere gegen Weſten zu. Sie waren von Zimmerwerke, 11. de Bonne- Eſpë-. Grundpfaͤhle geſetzt, und mit auſſerordentlicher Festigkeit und Kueund io en a gearbeitet. Ein jedes konnte 30 Canonen faſſen. Die mehr als 1000 Toiſen ins Migentlich besten ai vorgehenden Batterien waren beſtimmt. die Stadt vor Bombardirungen zu ſccherwaren. wie ſolches im Jahr 1695. geſehen worden, als die Bombardir⸗Gallloten ſehr weli davon weg bleiben mußten. N
Tafel II. Ff. K
Kur ze Beſchrei-bung der Schloͤſ-
Beſchreibung den 56. Beym Eingange in den langen Canal zur Einfahrt des le Chen?Rißbank. welcher mit zweenen Daͤmmen 1 1 war, die 9 5955 50 15 58 einande, 9abſtanden, lag gegen Weſten das beruffene Fort, die Rißbank(le Risban) genam-welches nicht ohne Erſtaunen betrachtet werden konnte. Es beſtand ganz aus J awerk. Darinnen waren ſchoͤne Caſernen, ein weitlaͤuftiger Waſſerkaſten oder Elstern 1Magazine zu Kriegs⸗ und Mund⸗Proviſſon, und alles was zur Bequemlichkeit gatBeſatzung erfordert wird. Die Communication mit der Stadt hatte man vermittedes Dammes, der ſich bis an die hoͤlzerne Bruͤcke, wodurch der Eingang darein inleichtert ward, erſtreckte. Darauf war Platz zu Wall- Batterien fr 46 Canone sdreyen berſchiedenen Linien, wegen der dreyeckichten Figur dieſes Forts: daß alfa