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Zweyter Theil. Die Kunst, das Gewässer des Meeres und der Flüsse zum Vortheil der Vertheidigung der Festungen, des Handels und des Ackerbaues anzuwenden.
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legt W orden die Tuͤchtigkeit der Schleuße ankoͤmmt, als welche, wofern er nachlaͤßig ge- Schleuße.n waͤ e

5 Erſtes Capitel. Nachricht von Duͤnkirchen. 37

„ gpz Wie aber die Schleußen, wegen des Ueberfluſſes den ſie durch Verbindung Tafel V.10 Meere und Fluͤſſe verſchaffen, Bewunderung erregen, ſo ſind ſie nicht weniger 1auf Bar Waſſer in die Hoͤhe zu treiben; immaßen man es vermittelſt derſelben hoch 8

0 2 umdend wege zu ſteigen noͤthiget, nicht allein zur Beduͤrfniß derer die darauf wohnen, Schleußen,dern au f

̃ 2 waͤßerige Land-unterhal ch oft nur zur Luſt, indem ſie mancherley Springwaſſer, Waſſerfälle u. d. m. ſchaften tro den,alten.

ie Maſchine zu Marly, dieſes bewundernswuͤrdige Denkmaal eines und duͤrre waͤſſe-

been Koͤnigs 5 1 zu 1 205 15 die Schleußen andere Arten des Baues rig zu machen.artreffen. Ueber diß alles iſt nichts, in Vergleichung der Nutzungen, wozu man ſie ö

at, Landſchaften, die oft vom Meere uͤberſchwemmet wurden, trocken zu

Gesa und zu erhalten. Vor Erfindung der Schleußen geriethen ganze Laͤnder in

zu 9 Känzlich unter Meer zu kommen, wovon noch itzo traurige Spuren in Seelandgeben ind. Dieſe Provinz, ſowohl als ein Theil der Provinz Holland„beyde wuͤr-

wären diederbringlich derlohren ſeyn, wenn nicht die beruͤhmten Teiche oder Daͤmme

ben welche man allda aufgefuͤhrt hat. Es iſt bekannt, wie dieſe den Endzweck ha-

vermitteln uthenden Meere zu widerſtehen, und hernach, wann die Fluth ablaͤuft,

eben ſtkelſt des Spieles der Schleußen, welche ſich ſodann von ſich ſelber eroͤffnen, und

dem 90 duch ſobald ſie wiederkoͤmmt, ſich verſchlieſſen, den Abſſuß des Waſſers aus

Deich ande zu befoͤrdern: und aus dieſer Urſache hat man die Laͤndereyen hinter den

werden gewonnene Laͤnder genannt, weil ſie nicht mehr, wie ſonſt, uͤberſchwemmet

J ä E 7 2gugg dc ſetze noch hinzu, daß man vermittelſt der Schleußen, unzugaͤngliche Moraͤſtemi dene, 0 be 5 eln Viehweyden gemacht hat; auch duͤrre Gegendenͤchtigkeit verſorget hat, ſo daß ſelbige uͤberaus eintraͤglich geworden ſind.

955Ich wuͤrde ni ˖ ich den vielfaͤltigen Gebrauch der Schleußen

er e nicht fertig werden, wenn ich den vielfaͤltige e

wagn wollte, 10 55 wöthig der Bau derſelben iſt, ſo mancherley Muͤhlen in Be-

tenthen zu ſetzen, welche die Seele faſt aller Manufacturen ſind, und den Alten groͤß-

vil eils un ekannt geweſen, weil ſie ſich nicht der Kraft des Waſſers zu Bewegung

ſo 11 0 ſchinen, bey welchen die Arbeit der Thiere allzugroße Unkoſten gemacht haͤtte-

wir eto thun, zu bedienen getwußt haben.

len s. indniß der apitel wird es dienlich ſeyn, vor

alen Dia, Zu beſſerem Verſtaͤndniß der folgenden Capitel wi iienlich ſ

n ngen die e e Schleuße zu erklaͤren, damit die, welche nure dabon wiſſen, mich beſſer zu verſtehen im Stande ſeyn.

Die Haupt⸗Theile einer großen Schleuße zum Gebrauch des Seeweſens, ſind vier: Tafel V.

Erklaͤ.

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größerer Cerſte iſt der Grund, nach ihrer ganzen Erſtreckung. Dieſer muß mit wilo nene 5aaf fa Sorgfalt und Erkenntniß, als bey irgend einem Bau, angeleget werden, weil Theife beine

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are, nicht lange brauchbar ſeyn wuͤrde.

e Sorgfalt erfordern.Das dritte iſt der gebohlte Schleußen⸗ Boden, mit allem was dazu gehoͤret.

8 Das dierte endlich, ſind die Thore mit ihren Beſchlaͤgen und allem Zubehoͤr.1 11. 0 1im mind Wenn das Erdreich des Grundes, wo man eine Schleuße bauen will, nur Noͤthige Beh ut-iber deen nicht recht feſt 1 0 leget man einen oder mehr Roſte von Zimmerwerk gachegkeit berhunmen der deren Selen oder Gelder mit Mauerwerk ausgefüllt werden. Alles zu⸗ Schleußen.aufs dlerfeſt rings herum mit an einander treffenden Spundpfaͤhlen umgeben, welcheEin muerftſchte eingerammt werden. Und wenn das Erdreich ſehr ſchlecht iſt, ſo treibtchwellen Crundpfähle ein, in alen Räumen, wos die Seiten⸗Mauern und die900 len Der Thore ſtehen ſolen. Auch treibt man Reihen Spundpfähle unter dem0 moͤchte. oden der Schleuße ein, wenn zu befuͤrchten ſteht, daß das Waſſer eindrin-

ba ebene in den Seiten⸗Mauern, welche, wenn ſie tuͤchtig ſeyn ſollen,

mien aden der Grund nach der Wage verglichen iſt, ſteckt man die Seiten-kühnen al man giebt ihnen eine mit eh Hoͤhe des Waſſers, deſſen Druck ſie aus-

haben 1 1 5 2 7„„ 1 e-es„ proportionirte Dicke, verſtaͤrket ſie auch mit Gegenpfeilern, die in gwepten Theils, Erſte e 15 5 hoͤriger