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Fünftes Capitel. Von Vollkommenheit der Schleußen. 17
Sucher VByylaͤufig iſt zu bemerken, daß, weil der Druck des Waſſers wider das Tafel VII.
Geunde L Schutzbret) A 3 C D von der oberſten Flache des Waſſers 50 etuckg in arithmetiſcher Progreſſion zunimmt, der Mittelpunct der Kraft des VFglich des Waſſers im Puncte Nit, nämlich in zwey Dritteln kl N der Hoͤhe 1 e.
angthch muß die Kraft, die dieſen Druck im Gleichgewichte halten ſoll, im Puncte N Waſſer belaſeten
kacht werden i Fallthores iſt in8 9 e
i 8 4 f e, von ſeiner
Anmel der Druck des Waſſers, von ſeiner Oberflache an, bis zum 9 5 bes fel lache en
Schug ſo ſieht man hieraus die Nothwendigkeit der Unterſchwelle, von we cher. as gerechnet: Woraus
des Obbeet gemeiniglich geſtuͤtzet wird: denn es dienet dieſe Schwelle, den groͤßten Theil der Nutzen einer Un-
am werde auszuhalten, ſo daß das Schutzbret, gerade da wo es, ohne dieſe Schwelle, terſchwelle erhellet.lig eg ien güszuſtehen haͤtte, Linderung bekoͤmmt. Woraus dann erhellet, wie wich-
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a Unterſch. 1185 Bau der Schleußen mit Fallthoren, wie wir hier vorausſetzen, dieſer
die moͤglich groͤßte Feſtigkeit zu geben.
wann Wenn man in Erwaͤgung ziehet, daß ein jeder Fluͤgel eines Staͤmmthores, ogeeheaden 1gebend berſchloſſen iſt, als ein Fallthor angeſehen werden kann: ſo wird man mir zu⸗ die Thorfiügel dereinige ins alles, was ich itho geſaget habe, ſich auf dieſe Thore deuten laͤßt. Der Schleußen.daß ih erſchied iſt, daß dieſe Thorffuͤgel nicht eine gleichfoͤrmige Dicke haben, undgahoͤger dederſtand weniger auf die Bohlen, womit ſie bekleidet ſind, als auf die Rie-aber 11 des Thorfſägels falt: dieſe haben eigentlich die Laſt allein auszuſtehen. Weil
wie des Waſſers nicht gleichfoͤrmig iſt, immaßen ſie von oben herab beherab anet es dag Anſehen, daß, da man den Riegeln einerley Dimenſion von oben 8ann Awant⸗ ihre Dicke auch je tiefer je großer werden ſollte. Es waͤre aber ſolchescher Di deſſen man überhoben ſeyn kann, und ich tadele es nicht, daß man ſie inſi den 0. e machet, wofern man ihnen nur die gehoͤrige Mittel⸗Dicke giebt, weil
kuck des Waſſers mit vereinigter Kraft aushalten.
deg Wie Am beſten m lgendergeſtalt. Man dividiret die groͤßte Tiefe Auf welcherley Wei-en machet man es folgendergeſtalt. i ſe die Dicke der Rie-10 1 0 durch die Anzahl der Riegelhoͤlzer, damit man die fuͤr ein jedes derſelben des
„ 1 e g gelhoͤlzer an dendad nümeds de bekomme, deren gemeinſchaftiiche Breite die Breite des Thorffuͤgels it Schleußenthoren 15dein 90 dabey an, 16 ſey diese Flaͤche die Baſis eines Parallelepipedum Waſſers, beſtimmen ist, 5e
ger Kegſt he dwey Dr Waſſer⸗Hoͤhe betrage, ſo daß es an den Mittelpunctf d lic. e man das Gewicht dieſes Parallelepipedum als die1 ſich ſaͤngſt dieſes Riegelholzes befindet: welches auf dasjenige hinauslaͤuft, wasche dag 77 Art. von einem Zimmerſtuͤcke geſaget habe. Folglich ſollte dieſe Kraft, wel-Vabon dieictlere Riegelholz zu zerbrechen ſtrebet, nur die Halfte ſeyn von dem Drucke,inch U, Rede iſt, in Betracht naͤmlich des Standes des Gleichgewichtes; aber es iſtche ſie als ganz anzunehmen, damit man uͤber das Gleichgewicht um ſo viel hin-kforder⸗ Gides in der Praxis zu mehrerer Gewißheit und Tuͤchtigkeit eines Werkes
bog Gache i Gleichgewi den die Riegelhoͤlzer,0 im genaue leichgewichte zu betrachten, werden gel
0 dial pen, das den mielern Wöwerſtand thut, zu ſtark ſeyn, wenn man ſie 1däcucke en, len machet; die hingegen weiter hinab, zu ſchwach, weil ſie dem ſtaͤrkſtenale zigcgengeſezet ind: Aber ſolches ſchadet den erſteren nichts, und hilft ihnen00 nicht noch auch den letzteren, weil das unterſte, welches ſich an die Schwelle ſtuͤ-fitter e ausſteht; daher man denn dieſer Regel ſicher folgen kann. Dieſes nochdul für gaen wil ich die Anwendung auf ein Beyſpiel machen. Weil ich haupt-hic nichtg e ſchreibe, welche nur das Practiſche des Baues verſtehen, ſo iſts billig,
a ts weglaſſe was ſie zu wiſſen begehren koͤnnten.
buch 585.. ü 5 uß Anwendung desWaser Ich rede igo von den Thorſlͤgeln einer großen Schleuße, welche 24 Fu 87 0
0 kunſſe anzuhalten haben, 10 100 Riegelhölzer von gegebener Größe, gleich nende de Di
tiornander abſtehend, bekommen ſollen, ſo daß nur die Dicke derſelben, nach cke der Niegelhölzer
ſr der Staͤrke des Holzes, und der Laſt, welche das Riegelholz am Drittel zu beſtimmen. 5
9 Hoͤhe auszuhalten hat, zu beſtimmen iſt. 5
9 a
ialkkannbidire die a4 Fuß Waſſer⸗Hoͤhe durch 6, Anzahl der Riegelhoͤlzer; die108 Uedem 4 Fuß An ih n 22, der Lange eines jeglichen Riegelholzeszwe nde kandern, in welchen ſie befeſtiget ſind: ſo bekomme ich 98 Quadrat⸗Fuß
d, Dit ache des Waſſer⸗Parallelkpipedum. Dieſe multiplicire ich mit 16 Fuß,o wert bon 24, Tiefe des Waſſers: dieſes giebt 1408 Cubic⸗Fuß, welche,yten Cheils, Sweyte Ausgabe. E wenn