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Zweyter Theil. Die Kunst, das Gewässer des Meeres und der Flüsse zum Vortheil der Vertheidigung der Festungen, des Handels und des Ackerbaues anzuwenden.
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Reihen Spundpfaͤh-

6 Waſſer⸗Baukunſt. Erſtes Buch.

Tafel XIV. Man bemerke hierbey, daß es Faͤlle geben kann, wo es gefaͤhrlich ſeyn

wenn die Abſchuͤßigkeit des Schleußenbodens mehr als ein Achtundvierzigtheil deozen Laͤnge betruͤge, wenn naͤmlich ſolches zum Nachtheil der Tiefe des Waſſers 7zur Durchfahrt der Schiffe erfordert wird, geſchähe,(denn fur dieſe iſt 15.Zoll hoͤher oder niedriger Waſſer in der Kammer nichts weniger als gleichguͤltig. 1 5ſolchen Fall waͤre es beſſer, den Schleußenboden voöllfg horizontal zu machen

ches niemals viel ſchaden kann. Denn, wie ich ſchon im vorigen Capitel(Au algeſaget habe, iſt es etwas ſehr wichtiges, die Hoͤhe des Bodens in der Schleuß dagmer uͤber dem Strombette oder dem Grunde einer Einfahrt in einen Hafen angwofern dieſe Einfahrt oder dieſes Strombett, in einer gewiſſen Lange, vomſten des Vorbodens der Schleuße an, nicht vertiefet werden kann.

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Tafel XIV. 250. Damit alles vorhergehende noch beſſer verſtanden werde, ſo bekrac gg„ Fig. 2. und 3. das erſte Profil(kig. 2.) welches den Durchſehnitt der ganzen Breite der NErklarung der Pro, vorſtellt. Allda erblicket man einen Querbalken O D, wie er auf einer Reihe 050fle, welche zum pfaͤhle E F liegt, welche ſich unter der Schwelle ab(Eig..) befinden. dGrunde e Spundpfähle ſind hier(im Profile) in der Mitte weggelaſſen, damit man 15.1 ergen die, Stelle das weiter dahinter befindliche Stuͤck Mauerwerk C von der Mauer des 0%. des ſehen konne. Unter eben dieſem Querbalken, worunter die Spundpfähle he Nſieht man die Grundpfaͤhle A, auf welchen er ruhet, und oben daruͤber die cen 1von den Längebalken, welche den Querbalken durchſchneiden; und daiDurchſchnitt des erſten Bodens V, auf welchem eine zweyte Reihe Querbal 1und auf dieſer wiederum der zweyte Boden K L, mit ſeiner oberenkleidung. N i 8 7

Das zweyte Profil(Fig. 3.) zeiget den Durchſchnitt der einen Selen ederen Aufriß man, nebſt allen itz benannten Zimmerſtͤcken, von einer and 00%her vorgeſtellt ſieht, naͤmlich ſo, daß die Querbalken, die ſich im erſten Pl dader Lange darſtellten, in dieſem zweyten nur im Durchſchnitte zu ſehen ſind/ un gadeiner von den Laͤngebalken, ſo lang als er iſt, gleichwie auch die Bohlen. N; 9Theils bemerke man auch in dieſem zweyten Profil, an den Enden N und e hReihen Grundpfaͤhle, welche die Querbalken, woran die Reihen Spundpfahgen, tragen. In der Mitte ſieht man die Grundpfaͤhle oo hoͤher als die an 0 1die Erhoͤhung 5 Qin der Kammer zu formiren; die Haupt⸗ Querbalken 9 10Schwellen 8, oben darauf, und die Spundpfaͤhle T, im Durchſchnitt anzuſe) 15 10zwar ſind es die von der dritten und dierten Reihe, welche im Grundriſſe Tic ceC, D, bezeichnet ſind. Endlich ſieht man auch die anderen Reihen V gendGrundriſſe mit E, P, bezeichnet ſind, und zwiſchen den Linien der Seitenmal“der Fluͤgel liegen. i i 5 1Unvermeidliche 251. Natürlicher Weiſe mußte man, als man anfieng Schleußen zu bal 1Nocbtwendigkeit der auf bedacht ſeyn, die aͤuſſerſten Enden des Schlenßenbodens 75 9955 Bau ehle an den beyden welche die Wirkung des Waſſers darinnen anrichten konnte, in Sicherheit 1 it 0äuſſerſten Enden der Und vielleicht iſt man auch erſt mit Schaden hierinnen klug geworden. Ss und lSchleußen, um ſie wiß, daß das Waſſer, in allen Fallen, es befinde ſich wo es will allezein g c

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Lor der Linkung des ſo wirket, daß es ſich durch die Koͤrper, di inen Durchga gau,ug d. 5 ö e Koͤrper, die es aufhalten, einen Durchen gangWaſſers zu ſichern. Wenn es flieſſend iſt, ſo durchwuͤhlet und reißt es alles um was ſich ſeinem 5 100

derſetzet, und dieſes allezeit mit ſo viel groͤßerer Gewalt, je ſchneller ſein Lauf 0 da fgen wenn es ſtill ſteht, ſo beſtrebt ſich das unterſte nach allen Seiten, um 1 Ge ides auf ſelbiges drückenden oberſten Waſſers zu entziehen; und wenn es einge, Weein der Zuſammenfügung des Zimmerwerks, oder auch Riſſe in der Erde 10 eim Gemauer findet, ſo wuͤhlet es ſich auf eine unglaubliche ſtarke Weiſe urg 100alles aus, und trennet Theile, die aufs allerfeſteſte verbunden zu ſeyn che, Shewährt ſo fort, bis es Platz bekommt mit aller Macht auszulaufen. Ds 10.%welchen es hernach anrichtet, geſchieht mit ſolcher Geſchwindigkeit, daß alles und lgerichtet wird, wofern nicht aufs hurtigſte Anſtalt dawider gemacht wird: mah, 0 1wohl laßt ſich ſolches zuweilen unmoͤglich bewerkſtelligen. Nun uͤberlege 0 wid 90welche Verwuͤſtung das Meerwaſſer anrichten wuͤrde, wenn es mit Gewa ſeb 16Raͤnder eines Schleußenbodens anſchluͤge, oder auch ein ſchwaches Fließwafſ dagſolches durch eine Schleuße liefe, wofern man nicht den Grund durch etwa. 10genug dazu iſt/ wider den Anlauf und das Einreiſſen des Waſſers verwahr malGefahr iſt ſo groß, und die Wirkungen ſind von ſolcher Wichtigkeit, daß nügepielen Faͤlen nicht an einer einzigen Neihe Spundpfähle X, wie hier beg

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