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Zweyter Theil. Die Kunst, das Gewässer des Meeres und der Flüsse zum Vortheil der Vertheidigung der Festungen, des Handels und des Ackerbaues anzuwenden.
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8 a Waſſer⸗Baukunſt. Erſtes Buch.

Tafel XXII. werke, womit ſie verbunden waren, in die Hoͤhe zu heben. Man erſieht be

— nothwendig es iſt, das Noſtwerk ſo ſtark anzulegen, daß es wider alle Faͤlle a0

g ſey, vornehmlich wenn die Querbalken ſo viel, wie bey dieſer Schleuße, zu braben. Denn man muß ſie als Balken in einem Hauſe anſehen, welche einen adentlich belaͤſtigten Boden tragen, der ſich unter ſeiner Laſt kruͤmmet: der ganze edel

ſchied iſt, daß alsdann die Kraft von oben herab wirket, anſtatt daß ſie 00 gcc

Schleuße von unten hinauf wirkte. Ueberdieß waren die Querbalken nicht ſtaut“

wie wir hernach(Art. 28 1. 282) ſehen werden. 9 0

Tafel XXIII. 267. Nach einer gemachten ſo wichtigen Entdeckung bemuͤhten ſich die JgDas Mittel older das dienlichſte Huͤlfsmittel wider ein ſo großes Uebel zu finden. Sie fanden 1vorbeſagtes Uebel rers, als die Grundpfaͤhle ſo feſt, bis die Ramme nichts mehr wirkte, einzuſ talliſt, die Grundpfaͤhle und ſie ſodann bis zur Hoͤhe, wo das Mauerwerk angieng, abzuſaͤgen, nur 0 10001 gleicher Höhe mit ausgenommen, an welche die Spundpfaͤhle befeſtiget wurden, damit das Was 00aufden das auer, nach der Quere durchdringen koͤnnte, wenn nur das Mauerwerk mit 8 1werk ſetzen will, ab⸗macht waͤre. Dieſes iſt hernach bey der Schleuße von Asfeld zu Calais beh,

zuſaͤgen. neuen Canal zu Gravelines, und bey etlichen anderen mit gutem Erfolge geſchehen 1

Man muß ſich wundern, daß ein ſo einfaches Mittel nicht eher ergriffen a

iſt. Wie vieles unnützes Eiſenwerk, um die Grundpfahle an die Querbalken ede

gen, und wie mancherley muͤhſame Arbeit dabey, hatte nicht koͤnnen erſparel 10

Die Urſache iſt ohne Zweifel, weil man ſo gern alles nachahmet, was andere 10 fl 5

gethan haben, bis uns endlich eine offenbare Ereigniß die Augen aufthut. g e

Ingenieurs haben es fuͤr dienlich erachtet, die Grundpfaͤhle in das Mauerween 10

J laſſen; ihre Nachfolger haben es ihnen nachgethan, ohne ſich darum zu bekümm 0

5 man es nicht beſſer machen konnte: denn man glaubt gnugſam gerechtfertiget z A

wenn man thut, was andere, deren Grundſaͤtze in Achtung ſtehen, gethan ha clei ich darf mich hierbey nicht allzu lange aufhalten, und komme vielmehr zur f

0 der vorhabenden Kupfertafel.. 00

Tafel XXIII. 208. Zuvoͤrderſt bemerke man, wie der Grundriß und das Profil ſich 0 0%

Erklärung des Zim; ander beziehen, daß einerley Buchſtaben einerley Zimmerhoͤlzer andeuten.? 5 Ohe

merwerks am Bo- Grundpfaͤhle T eingerammet waren, und zwar ſo, daß ſie gerade in gleicher de g

den einer Schleuße dem Erdboden, ſo kief ſolcher ausgegraben war, ſtanden; gleichwie auch die, da

nach Maaßgabe del Reihen wie E, aber hoͤher vorſtechend, um die Haupt⸗ Querbalken P mit d e

vorhergehenden An⸗ liegenden Spundpfaͤhlen S zu tragen; und endlich das Mauerwerk X bis zur 99ü 0

Hoͤhe aufgefuͤhrt war: ſo legte man die erſten gemeinen Querbalken G; herna 0 0 0

gebalken L; und dann den Boden EI, ſo daß er mit dem Haupt⸗ Querbal und 90

gleicher Vorſtechung gebracht wurde, damit er die Spundpfaͤhle S bedeckete“

dar bis unter die Schwelle C, oder das Ruheſtͤͤck der Zapfenpfannen V, gienge:

i 5 oh! 1Man ſieht auf dieſem Boden auch die zweyten Querbalken K, wie ſie/ ldie erſten, mit den Laͤngebalken L eingeſchnitten, und die Felder des Roſts 1 Belwerke ausgefüllt ſind. Hernach hat man den ztbeyten Boden K, und die oberſtdung deſſelben I, angeleget. ö 5 5 00Es iſt nöͤthig zu bemerken, daß, nachdem die beyden vorspringenden 05%M, mit der Hauptſchwelle C zuſammengeflͤget waren, man eine winkelfot apeoder Unterſchlag gegen die vorſpringenden Schwellen angeſetzt hat, welche wer gzweyen bey a bee zuſammengefuͤgten Stuͤcken beſteht: das eine Stuͤck-die Hauptſchwelle C, das andere a d fob, gegen die vorſpringende Sman im Profil nicht ſehen kann, und welche bis an das Hintertheil des0,dab0

merkungen.

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geht, worein ſie mit Zapfen und Zapfenlöͤchern eingefuͤget iſt. ides 115

In dieſer Rippe machte man einen Falz P, um darauf die Enden g hgBodens K, der auf den Querbalken lag, anzunageln, damit die oberſte Bezauf die Oberflache o(ſ. das Profil AB) beſagter Rippe angemacht werden nEdaß dieſe Bekleidung bis an einen andern in der Grundfläche der vorſpringendor fueingearbeiteten Falz N gehen koͤnnte, welche Grundflaͤche hier in gleicher H i 0*Ruhſtäcke liegt, ob ſie gleich ein Theil desſenigen Zimmerſtuͤcks iſt, woraus dg 900gende Schwelle ſelbſt beſteht, damit die Fuge zwischen dieſer Grundfläche un er lehbedeckt wuͤrde, und das Waſſer nicht dazroiſchen eindringen konnte. Aus 91 diemachte man eine Krinne in die Schwelle oder Ruhſtuͤck O, gleichwie auch!

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