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Zweyter Theil. Die Kunst, das Gewässer des Meeres und der Flüsse zum Vortheil der Vertheidigung der Festungen, des Handels und des Ackerbaues anzuwenden.
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Von der Natur der Flüſſe. 9

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1 0 Wirkung thun, nachdem der Wind, oder der Regen, ſie von den nahen welche eiu Stat

0 gabelöſet hat; zugeſchweigen derer, die aus den Ufern, oder auch aus dem wüchſe 15 1 8h 105N auches hervorkommen. Sehr viele Fluͤſſe waͤlzen große Steine mit ſich me und Sande ver-l, al 8 hat ſich darüber nicht zu verwundern. Weil Koͤrper im Waſſer, um urſachem.

18 le Maſſa Waſſers, welche ſie austreiben„ ſchwer iſt, leichter werden;080

Ange Stein von einem Eubie⸗Juß, in der Luft 120 Pfund wiegt, ſo wiegt0 fp ls er im Waſſer liegt, nur 5 Pfund: ſo folget daraus, daß, wennieh g kohm durch ſein Stoßen an die Oberflaͤche dieſes Steines, mehr Krafte wan als dieſer noch Widerſtand thun kann, der Stein in der Mitte fortuh ſfrden wird, wenn allda die Schnelligkeit groͤßer als anderwaͤrts iſt, wie„is voraus ſetzen.

n, che Bewandtniß hat es mit allen andern ſowohl groͤßeren als kleinerenehe letzteren aber mit mehrerer Heftigkeit geſtoſſen werden; nicht zwar14 e d“ weil ſie leichter ſind, denn wenn ſie von gleicher Beſchaffenheit wie die9 bre d ſo ſteht ihre ſpecifiſche Schwere ſtets in gleicher Verhältniß mit der6. neh Aſſers; ſondern weil ſie, nach Proportion ihrer Maſſa, demf inn. e Oberfläche entgegen ſtellen, und dieſes folglich mehr Kraft wider ſie aus-7 0 den, nun voraus geſetzt: wenn ein regulaͤr gerichteter Fluß, und deſſen Bo-1. 0 fir voraus ſchen 0 groͤßern Widerſtand thut, als die Staͤrke des0 e„ in zu zernagen, Steine von verſchiedener Große fortwalzet, ſo iſtsö 0 daß nachdem ſie, emige mehr andere weniger, fortgeruͤckt,(und die1% 0 0 ein dem Waſſerſtrohme,) wenn ihnen Hinderniſſe entgegen ſtehen, der Fluß, Nen ats stoßen wird, und zrwar ſo„wie die geſtoßenen Oberflächen es erfor-en ſie nun, nach Zwiſchenzeiten, ſo niedergeſetzt werden, ſo machen Sand4 end, die ſich allda anſetzen, in der Laͤnge der Zeit, inſonderheit bey nie-les l/ Anwüchſe, in Geſtalt der ſchiefen Flaͤchen, welche von den Ufern0 0 te des Schlauches abſchüßig ſind. Weil alsdann das Waſſer genoͤthiget0 f liefſten Grundboden zu ſammlen, ſo fließt es nur ſchlaͤngelnd, und kann„cht dicht mehr, wie vorher, in gerader Linie halten; aber es bleibt dabey0 hr an wenn die Ufer aus leichtlich abzulöſenden Thellen beſtehen, ſo werden* und noch mehr, als der Boden, hoͤckericht; dieſes ſoll jetzo bewieſendle Venn man auf einer Flache, die wir, z. E. von Suͤden gegen Norden, unterſuchung/ was0 10 oraus 7 5 aue hehe Köper fortrollet, und ihm eine von einem, quer uber eine1 icht indigkeit eindrü bekoͤmmt dadurch dieſer ſchief geneigte Fa-dc e zweſten gerichtete Geſchwindigkeit eindrückt, ſo be 0 eer che getriebenen Kör-webfache Bewegung: die erſte geht nach der Linie des geſchehenen Ein⸗ per widerfaͤhrtzwor-wehte, welche von deſſen Schwere herrühret, geht nach der ſchiefen aas die eache. So lange nun die erſtere Kraft wirket, nimmt dieſer Koͤrper dd Fü 1 5wen vorlgen zuſammengeſezzte Richtung, und beſchreibt eine krumme Hingstiche Weiſe, wann ein Fluß, welcher natuͤrlich dahin flleßt, uͤber einen wird. 5wuchs E von dem einen Ufer A B, zum andern Cd fließt, ſokäſken dem niedrigen Theile zu, und ſtöͤßt das daran liegende Ufer OD, nachla Wir kung G H, welche aus der geraden Bewegung des Waſſers, undö F daſtemera beſteht, anſtatt daß die Geſchwindigkeit des, dieſem Ufercle keſtrohmes daſſelbe vorher gleichſam nur streifte; aber in dem voraus⸗ a, üg kaun es nicht anders ſeyn, als daß der ſtets wiederholete Stoß das ig. z.1 0 n und eine Bucht I K L. machen wird. Nun iſt bekannt, daß ein Koͤn9 00 zucht L machen wird. f ach eeſchtungde Oberfläche ſchief ſtoͤßt, und ſeine Bewegung nicht mehr nach ſeineri ortſetzen kann, unter eben demſelben Winkel, wie er ankam, zurück-ide Weiſe geht das Waſſer von dem Ufer C P; auf welches es ſtieß,eich ⸗ großen Winkel auf das gegenüber befindliche Ufer A B los,fade gu ufer durch die Bucht MN O an; hernach koͤmmt es von neuemag ſter CD, und fährt fort, hin und her prallend zu laufen, ſo langewut elche ihm eine ſchiefe Richtung gab, beſteht, wofern ihm nicht einos. eine veraͤnderte Richtung giebt. 5.

5 a dagegen fortdaurende Stoß des Waſſers die Ufer„ an Stellen, wo das.5 reich ſſen hat, an ihrem Fuße untergraben wird: ſo wird es machen, eines Fluſſes ſind dis

behte bey hohem Waſſer herab ſchießt, ſobald es nicht gnug Conſiſtenz Haupkurſache, war-5 n Theils Zehnte Ausgabe. 83 i hat, um dieufeꝛ eingehen.

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