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Zweyter Theil. Die Kunst, das Gewässer des Meeres und der Flüsse zum Vortheil der Vertheidigung der Festungen, des Handels und des Ackerbaues anzuwenden.
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8 Waſſer⸗Baukunſt. Viertes Buch. Erſtes Capi

ſchnell oder langſam fließen. Wenn es jederzeit klar iſt, ſo iſt kein Grund% Wwarum es Bodenſatz laſſen ſollte, wie langſam 1 1 Geſchwindiogah 9

l2 5 97 en 75 10 öwann es, nach dem Aufſchwellen des Fluſſes, an Hoͤhe wieder abnimmt fta Uder Schlauch, weil er nicht von auswärtigen Materien angefüllt wir daz Wag

Stande ſeyn, das ſtaͤrkſte Aufſchwellen auszuhalten. So auch, wißt ben f...

ob es wohl truͤb und niedrig iſt, mit vieler Schnelligkeit fließt: kannwenigen Bodenſatz laſſen, weil es die Materien 5 Wo 1 argefült iſt⸗ freißt. Wenn aber, in dieſem Falle, die Abſchuͤßigkeit des Bodens nur 1 00 10iſt und es nimmt die Geſchwindigkeit des Waſſers nach Proportion ſein 15 der hſo iſts außer Zweifel, daß das Waſſer, wegen zugenommener Verzoͤgerunſchwind igkeit, welche die Ufer verurſachen, gegen dieſelben hin BodenſatzWenn nun ſolches nach jeglichem Aufſchrwellen geſchieht, ſo wird der Orte derdie Ufer unvermerkt angefüllt; da unterdeſſen die Mitte, wegen der Har wie vodens, und der Wirkungskraft, welche das Waſſer alda behält beynah mt 8bleibt, anſtatt daß es, je naher es an den Ufern fließt, immer mehr 1 iſt/ 0daß es nicht gnug Staͤrke hat, auch ſogar wann der Fluß aufgeſchw asl 0Bodenſatz loszureißen. Weil nun ſolchergeſtalt der Fluß immer weniger 1 al„ſo wird die Zeit kommen, wo das uͤberfluͤßige Waſſer, weil es nicht meer valSchlauche Raum findet, ins Land tritt, inſonderheit wenn der SchlauchJbſchüßigkeit hakt.„Zutweilen geſchieht. 994. Ich fetze hinzu, daß die Flu S ſie breiter ſint hene1 diejenigen noͤthig iſt, zuweilen an den Ufern Aach 1 5 Se Sande mg5 e lange bis ihr Schlauch ſich in die gehoͤrigen Graͤnzen verengert, welche weltals bes ihn Wut Waſſer gemäß ſind; und weil ſie ſich an anderen alzu engen Stellen eraterfordert, ich natür⸗lange bis ſie das Gleichgewicht zwiſchen der Staͤrke des Waſſers un, 11 faban o der Ufer erreichet haben: ſo ſieht man, daß die Natur ſich gemein zerkell, edas Waſer ſich in zn dieſen Wirkungen erforderlichen Schranken zueignet. Aber es iſt zu belkerg fla. en815 gehörigen Graͤn⸗ſolches nur an denen Theilen der Fluͤſſe geſchieht, welche zwiſchen gute it haben hzen ſetzet. und nicht an denen, welche, weil ſie nur wenige Tiefe und Abſchüßtoeh Gehren Schlauch viefmehr zu erhöhen als zu vertiefen pflegen, weil, wia sch%digkeit des Waſſers allerwegen gleich groß iſt, die gedachten Anwüchſe talel 0Stelle wie an der andern formiren. Daher koͤmmt es, daß die horizoginsgemein bey ihrer Mündung am Meere ſehr breit werden, weil ihr 1ſtark gnug iſt, ſie tiefer zu machen: und aus dieſer Urſache bleibt ihr B ther als irgendwo anderwaͤrts, wofern man ſie nicht zwiſchen Daͤm be gun ehſodann kann der Boden des Schlauches, wenn er aus zarter Materie beideangefüllet zu werden, ſich vertiefen, und dieſes um ſo viel mehr/ bdurch das Aufſchwellen, eine groͤßere Schnelligkeit bekoͤmmt. 00Boden fieor fi

elchem nebel 995. Fluͤſſe, die über einen aus Kies⸗ Sande Fluͤſſe, die ⸗ e beſtehenden? qr voldieſenigen Flüſſe au ten ſelten die vorige Richtung: denn weil ſie den Ki 5 nd krregulnk daßterworfen ſind, de⸗ 8 a 2 en Kies⸗Sa ge an/ 1ren Boden aus Kies⸗ſtoßen, ſo haͤufet er ſich oft an einigen Stellen in ſo großer Menge rn Kauf 1 fSande beſteht. Sandbaͤnke entſtehen, welche hernach den Fluß noͤthigen, einen fande Höhe

men: findet er ſodann einen Boden, der wenigen Widerſtand thut/ peelche 1 0einen neuen Schlauch aus, und machet gemeiniglich etliche Ar! nit der r 0durch die Anwuͤchſe von Schlamme und Sande, wodurch der Nil 1Krummen bekoͤmmt, zu Inſeln Anlaß geben.

e 19 7 5 ich ſolches 10 hindern, Daͤmme mache/ohm genoͤthiget werde, einen geraden Lauf zu nehmen, und angli ie fc feKies⸗ Sande ſtehen: ſo ſieht man in fue gel 85 ungen 0 dbdas Waſſer dieſelben am Fuße untergraͤbt. Solche Fluͤſſe laſſen 15 erhalten 10im Zaume halten, man müßte denn, um ſie zwiſchen ihren Ut lber eilen egere Mittel, als die gewoͤhnlichen ſind, anwenden. Wenn auch glei hell g 0Boden laufen, ſo laſſen ſie ſich leichtlicher dirigiren, weil i ö ache 10bleibt, wenn er einmal von der Natur, oder auch durch Ki s aufeOrdnung gebracht worden iſt, wofern nicht etwa das Gleiche ch.Wirken des Waſſerſtrohmes und dem Widerſtande des Schla 0dentliche Urſachen zerſtoͤhret wird. 8 b weg 05 i a ädiget he feeAuf welcherlev 9906. Um die verſchiedenen Urſachen die Fluͤſſe beſch welche wil8 255 Steine, erkennen zu geben, 1 7 8 91 0 großen Steine 75 f

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