5 Von der Natur der Fluͤſſe.
e urch den Strohm, ſtoͤßt an deſſen entgegen ſtehendes Ufer, prallet an da
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elhtück, und machet in der Länge der Zeit Krümmen. Und weil noch viele bekommen.f che ein gleiches thun, ſo ſieht man leichtlich, daß es eine Art von Noth⸗ iid ait, daß alle Fluͤſſe, anſtatt daß ſie, vom Anfange an, gerade waren,5 ach einen ſchlaͤngelnden Lauf bekommen; und dieſes widerfaͤhrt inſonderheit0 le vielen kleinen und groben Sand fortwaͤlzen; welches zu Anwuͤchſen, und
alem, was daraus erfolget, Anlaß giebt.
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g borbauen konnen. Die Nachlaͤßigkeit in dieſem Stücke iſt unverantwort⸗ gen zu ma959 koͤnnte eine Menge Beyſpiele geben, um derer willen man nichts Guteswie hoffen kann; ich will ihrer aber nur zwey anfuͤhren, welche der größ-enſamkeit werth ſind. Wenn man nicht Anſtalt dawider machet, ſo werden19 iſtehenden Juſeln in der Seine, unterhalb der Bruͤcke zu Vernon, 7 dieace, unter der Heil. Geiſt⸗ Brücke, dieſe beyden Durchfahrten 1 ge-wa hen„ja vielleicht werden die Schiffe gar nicht mehr durchgehen koͤnnen;
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hand die Ausbeſſerungen zu ſpaͤt gemacht werden, ſo kann es leichtlich geſchehen,0 ale 1 7 die Schiffahrt zu erleichtern, ganz vergebens angewandt
bon, ſie unmoglich wird. Und was fur ein Verluſt ware es nicht fuͤr Paris
Dun wenn dieſen Städten die Communication mit dem Meere benommen wür-5 ungeachtet machet man ſich aus dieſer wohl gegruͤndeten Beſorgniß nichts,
f decem mehr zunehmenden Anwuͤchſe von Sande und Schlamme mit
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0 0g.N arsfun feißig Tüchtigkeit beyzumeſſen, und auf nichts anders zu denken, als dieſeeen Se oll
f tellen mit Mauern zu verkleiden; und dann glaubet man, daß man her-8 5 mehr 8 95 durfen. Nichts deſto weniger lehret die Erfah-Alen len das Gegentheil; und deßwegen ſind viele Perſonen auf die Meynungber aß es Waſſerſtroͤhme gebe, deren Wirkungen durch nichts zu widerſtehenade aus iſt ſoſches eine leere Einbildung, weil man zu gleicher Zeit beobachtet,ade erb einander ſtoßenden, oder auch entgegen geſetzten Daͤmme ſich in gutemig galten, ob ſie gleich nur aus Erde beſtehen. Es iſt demnach nicht allezeiti 195 der Materien, woraus man ſie machet, ein Huͤlfsmittel wider die Hef-ls Stromes: es werden andere dazu erfordert, welche ich weiter unten erklä-dat 5 aber will ich zeigen, warum ausgemauerte Daͤmme zuweilen inN fallen. ö ö
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ö 5 a e kurzer Zeit eingeriſ-0 nach tef geworden iſt, ſd geſchieht es ſicherlich, daß der Waſſerſtrohm, want 8 geriſ-
ie dench derselben Ste ürzer, den Fuß der Verkleidung ausſpühlet, und ſichnden der Bauer aſhache, woe wn on nch mn derdeken deewahrt pfaͤhlen welche Holz auf Fuge haben, und lang gung ſind, aufs beſtewee und dennoch kann es geſchehen“ daß ſalhm di Spundpfähle locker ge-0 dätden. Wenn ſich ſodann das Waſſer unter der Verkleidung in die Langec 1 ausbreitet, ſo iſts naturlich, weil dieſes Gemäuer in der Mitte keineU 0 muß c ſeine eigene Schwere ſowohl als durch den Druck des Waſſers
fag aller enn man es wieder aufs neue bauet, und die Schwindgrubewuneles le
ih Materien ausfüllet, ſo iſts gewiß, daß es, weil die Urſachen deslach 5 gehoben—„ e das olle Schickſal haben wird, odVeuͤcherley Vorſicht dawider angewandt haben möge.
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n in ihn fließen. Denn wenn ihr Waſſer einen ſchnellen Zug hat, ſo e ehe 10 85 ö
einen krummen Lauf
b 8 0 2. 5 2 2 2r Es iſt bekannt, wie viel einem Staate daran gelegen iſt, die Fluͤſſe 100 0 unterhalten, indem man alles, was dawider iſt, wegſchaffet, am meisten 118 Glu 4 05eg fahrten unter den Brücken. Aber es bedarf weit. l ache erforſche damit manfeuer Kenntniß, als man meynet, wenn man im Stande ſeyn ſoll, ſolche im Stande ſey, die
ichen gen anzuordnen, welche dem gegenwaͤrtigen Uebel abhelfen, und dem be⸗ rechten Ausbeſſerun-
Wenn Fluͤſſe mit ſolchen Daͤmmen umgeben ſind, die durch das Wirken Vetrachtung überan ee ˖ e einiglich die Urſache, warumch bac det werden können: ſo pflege man die Urſache deſſen gemeiniglich gan bee8. gen an den Fluſſen
r auszubeſſern. Hilft ſolches nichts, ſo entſchließt man ſich oft, die nur kurzezeit helfen.
g i. 175 Dat welcheWichet Jer als der Boden ſeines Schlauches liegt, von ſeinem naturlichen Laufe erkedas dend wenn nahe dabey ein niedrigerer Boden iſt, als des Schlauches ſei⸗ ausgebeſſert wor-. Stoßdaſſer, vermoͤge ſeiner Schwere, darein faͤllt. Befinden ſich nun an ge⸗ 5 u durch dasbed en Anwuͤchſe von Sande oder Schlamme, wodurch der Boden, mehr als Waſſer zuweilen in
Iieog. d f 5 b 1o dh Wir haben gezeiget, daß ein Fluß, wann er über einen Boden geht, Woher es kommt,