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Zweyter Theil. Die Kunst, das Gewässer des Meeres und der Flüsse zum Vortheil der Vertheidigung der Festungen, des Handels und des Ackerbaues anzuwenden.
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ltgbor1 fiche und ſie, ſo viel moͤglich, belaſten; warauf man ſie an ihren beſtimm-ſbteh

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5 Von der Natur der Fluͤſe. 170

Diduch ſezen, es habe ſich in einem regulaͤr gerichteten Fluſſe, laͤngſt am Ufer OD, Fig. 9.

0 urg GHIK LM angeſetzet, und man wolle ihn weggerlſſen haben: ſo:in Ciul wann das Waſſer niedrig iſt, eine Eindaͤmmung E F, an der ſchick-

aße e an, ſo daß ſie mit dem Ufer A E einen ſtumpfen Winkel mache, unde auf die vortheilhafteſte Weiſe auf den wegzureißenden Anwuchs ergieße.ſaſlben e iſt, wenn man dem Waſſer ſein Wirken erleichtert: ſo mache manander ſatbuchs etliche Einſchnitte oder Graben, 1 O, K 5&c. welche parallel0 hinein laufen, und eine ſolche Richtung haben, daß ein Theil des Fluſſes ge-0 10 und durch andere, wie II L, quer über jene gehende/ wieder ablaufe:O bon d aber in Acht nehmen muß, daß der naͤchſte Graben am Damme weitſſem abliege, damit er nicht dadurch beſchaͤdiget werde.

1016 5.

0 wid, in Bey einer ſolchen Einrichtung ſieht man leichtlich, daß der Fluß gezwun⸗ Auf welcher ley10 Non ſeinem obern Theile aufzuſchwellen, und daß er ſehr ſchnell durch den Weiſe ein Nun 955feinen leßen wird, inſonderheit in den gemachten Graͤben, wo er die Felder ep üed, Inſeln dazwiſchen abründen wird, ſo daß ihr Umfang immer kleiner wer⸗ man ihn durch eineKad mar zwar um ſo viel geſchwinder, je tiefer dieſe Graͤben ſind; und deßhal⸗Emdaͤmmung auf-en eie bis zur Horizontal⸗Hoͤhe des Schlauches, welche mit dem Waſſer ſchwellend machet.

en it, ausheben. Man kann auch die Wirkung des Waſſers dadurch erleich-

0 bon Wan Furchen mit dem Pfluge darein zieht, und zwiſchen dieſen Furchen

0 U Nuß Berzdunungen machet, wie bereits im 540 Artikel erwaͤhnet worden, da-

90 Ger f in den Zeiten, wann er aufgeſchwollen iſt, die Oberflaͤche der gedachten

bur leinen Inſeln abnage: kurz, man muß der Natur auf alle moͤgliche

hlele geben ft zu Huͤlfe kommen; und hiervon werde ich im folgenden Capitel

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00 0 Weil man die Eindaͤmmung nur ſo lange, bis der Anwuchs voͤllig weg⸗ Verſchiedene Mit;gehen laſſen darf, damit nicht, in den Winkeln der Eindaͤmmung, neue tel, wie man Ein-

blhtbie K, 8, entſtehen: ſo machet man ſie zuweilen auch nur aus großen dammungen, welche,

8„die mit Steinen angefüllet werden, und verkleidet ſie mit Borde andern. ge brachſchhgeker welche dem Fluſſe entgegen ſtehen; oder, man bedienet ſich an Balken werden, machen0 ſuch Köcbundpfaͤhle, welche mit Grundpfaͤhlen unterſtuͤtzet werden. Man kann.den aſten dazu anwenden, wie diefenigen, von welchen im 851. Artikel ge-

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10 18 welcher aber dazu vorbereitet worden ſeyn muß. Wann dieſe Kaͤſten0 101850 en ſollen, ſo laͤßt man Waſſer darein, damit ſie ſchwerer werden;100 n 19 und wenn der Fluß einen ſehr ſchnellen Lauf hat, ſo iſts dienlich, daßfeen Nen und da eingetriebene Grundpfähle anlehne. Nachdem dieſe Ein-el ot 95 Dienſt gethan, ſo ſchoͤpfet man das Waſſer wieder aus, damit die0 kwgg morden„und man ſie an eine andere Stelle fuͤhren koͤnne. Aber das aller-9 5 1 an thun kann, und welches auch ſehr leicht bewerkſtelliget werden kann,0 f der. man dasjenige Floß, oder die bewegbare Eindaͤmmung anwende, wel-d 60 J. Kupfertafel abgebildet, und im 768. Artikel beſchrieben worden; und0 fh ohl thun, ihn wieder nachzuleſen. Es iſt dieſe Art von Eindaͤmmungn Fl deßwillen ſehr dienlich, weil ihre Oberflache ſchief geneigt iſt, und ſiefühlarget um viel beſſer auf den abzureiſſenden Anwuchs fuͤhret. Und wenn0 man“ daß ſie die Eigenſchaften einer dreyeckichten Eindaͤmmung bekomme, ſo1 lte des tür ihre Grundflaͤche in einen Graben, deſſen Tiefe gegen die Mitte0 oiworſt Fluſſes ſtets zunimmt, damit das Vordertheil dieſer Eindaͤmmung nichtfeng behäl che, als man es für dienlich haͤlt, damit nicht der Gang, welchen dasc 15 ch bey ſtark aufgeſchwollenem Fluſſe, zu ſehr eingeſchraͤnket werde. Uebri-56 ach große Bequemlichkeit, wenn man, laͤngſt an einem Fluſſe etliche der-Aar in Bereitſchaft hat, damit man ſich ihrer, uͤberall wo es ſich thunEa

10 h dannen man die Fluͤſſe in gutem Stande erhalten will„eſo muß man un⸗ Fig. 10. und 11.werde uf bedacht ſeyn, daß ihr Waſſerſtrohm in der Mitte ihres Schlauches- Gebrauch derAab, dir Ul und nicht geſchehen laſſen, daß er ſich bald an das eine, bald and eeckichtn Ein5 wir a dem zuwider, was in den Figuren 10. und f. e ee 1 0Vals an dene ſetzen, es ſey dez Schlauch des Fluſſes, in der Lange OP e15 9 d e Seite 1 5 8 0 9 850 ſich ein e ines Flusses ause Fwiß, d Schlamme befinde. Wenn man die Sache in dieſem Juſtande ließe, fällen. 5ee 5, weil der Waſſerſtrohm ſchneller zur Linken als zur Nächten 1Theils, Zehnte Ausgabe. E 5 ſobald